Brust und Gesicht verschönern: Schönheits-OPs boomen wegen Homeoffice und Maskenpflicht
Publiziert

Brust und Gesicht verschönernSchönheits-OPs boomen wegen Homeoffice und Maskenpflicht

Dieses Jahr haben sich besonders viele Schweizer unters Messer gelegt: Schönheitsoperationen sind in der Corona-Krise besonders gefragt.

von
Barbara Scherer
1 / 8
Schweizer haben sich dieses Jahr vermehrt Schönheitsoperationen unterzogen.

Schweizer haben sich dieses Jahr vermehrt Schönheitsoperationen unterzogen.

imago/Westend61
Faltenbehandlungen sind am meisten gefragt.

Faltenbehandlungen sind am meisten gefragt.

imago stock&people
Auf Platz zwei landen alle Eingriffe rund um die Brust.

Auf Platz zwei landen alle Eingriffe rund um die Brust.

imago images/Westend61

Darum gehts

  • Schweizer haben in der Pandemie mehr ästhetische Eingriffe vornehmen lassen.

  • Gefragt waren vor allem Faltenbehandlungen.

  • Grund dafür könnte die Maskenpflicht sein, da sich Schwellungen nach der Operation besser verstecken lassen.

Die Corona-Krise hat das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Doch das hat die Schweizer nicht davon abgehalten, sich zu verschönern: Schönheitsoperationen boomen seit der Pandemie, wie das Suchportal Schönheitsklinik.info in einer Medienmitteilung schreibt.

Besonders gefragt sind Faltenbehandlungen. An zweiter Stelle stehen Eingriffe rund um die Brust. Frauen wollen diese meist vergrössern und Männer verkleinern durch Fettabsaugen. Auch Lid- und Nasenkorrekturen sowie Laserhaarentfernungen wurden dieses Jahr vermehrt durchgeführt.

Maskenpflicht fördert Gesichtsoperationen

Dass Schönheits-OPs so gefragt sind, hänge mit den Corona-Massnahmen zusammen: So habe die Maskenpflicht dazu geführt, dass sich Menschen gerade jetzt für Schönheitsoperationen im Gesichtsbereich interessierten, schreibt Schönheitsklinik.info. Denn die Maske verstecke anfängliche Spuren einer gerade durchgeführten Operation.

Die Klinik Aesthea in Rheinfelden bestätigt gegenüber 20 Minuten eine Zunahme der Schönheitsoperationen. «Ich vermute, das liegt auch daran, dass die Leute im Homeoffice arbeiten können und daher nicht extra Ferientage für die Genesung eingeben mussten», sagt Chefarzt John Doummar.

Weil Reisen ins Ausland wegfielen, hätten viele Leute wohl auch Geld gespart, das sie in Operationen investieren konnten. Allerdings seien keine bestimmten Eingriffe besonders gefragt gewesen: «Wir haben eine Zunahme in allen Bereichen verzeichnet», so Doummar.

Auch beim Prevention-Center mit Kliniken in Zürich und Zug hat die Nachfrage für ästhetische Korrekturen in der Krise stark zugenommen. Wegen des Lockdown wurden zudem einige Eingriffe verschoben, weshalb sich überdurchschnittlich viele Menschen im Sommer unters Messer legten.

Zürcher Frauen lassen sich am meisten operieren

Am häufigsten haben sich laut Schönheitsklinik.info Frauen verschönern lassen: Rund drei Viertel der Anfragen auf der Plattform stammen von Frauen. Dabei betrage das durchschnittliche Alter rund 39,6 Jahre. Je älter die Menschen würden, desto weniger seien sie an körperlichen Verschönerungen interessiert.

Nicht nur Alter und Geschlecht sind ausschlaggebend dafür, ob sich jemand für eine Schönheits-OP entscheidet: Je nach Wohnort sind ästhetische Eingriffe mehr oder weniger gefragt. So lassen sich Zürcher am meisten operieren. Menschen im Mittelland und im Tessin zeigen hingegen kaum Interesse an Körperkorrekturen.

Ästhetische Eingriffe weltweit im Trend

Nicht nur in der Schweiz nutzen die Menschen die Corona-Krise für Schönheitsoperationen – weltweit legen sich die Menschen vermehrt unters Messer. Kliniken in den USA, Japan, Südkorea und Australien vermelden einen Anstieg von Patienten, die sich etwa für ein Facelifting oder eine Nasenoperation anmelden. Andere liessen sich Botox spritzen oder die Lippen auffüllen. Die Menschen nutzen die Corona-Zeit, weil sie sich nach der Behandlung zu Hause erholen oder ihre geschwollenen Gesichter hinter einer Maske verbergen können.

Deine Meinung

25 Kommentare