Schönwetter sorgte für erste Frühlingsgefühle

Aktualisiert

Schönwetter sorgte für erste Frühlingsgefühle

Sonnenschein und milde Temperaturen lockten am Wochenende die Zürcher in Scharen an die frische Luft.

An der Seepromenade, am Limmatquai oder auf dem Üetliberg wimmelte es gestern von Leuten. Kein Wunder: Das Thermometer kletterte bis auf 12,7 Grad. «Ich kann niemanden verstehen, der heute zuhause bleibt», meinte Hana Kim, die gestern auf der Chinawiese das Wetter genoss. Und ihre Freundin Nicole Würth meinte: «Meine Snowboardsachen habe ich schon im Keller verstaut.»

«Für Januartage war es am Wochenende extrem warm», sagte Peter Wick von Meteo News, «die durchschnittliche Januartemperatur in Zürich liegt bei minus 0,8 Grad.» Der Januar überrasche nicht zum ersten Mal mit milden Temperaturen. «Die Häufigkeit dieser frühlingshaften Tage hat aber in den letzten Jahren stark zugenommen. Das ist bezeichnend für den Klimawandel», erklärt Wick.

Dank dem Sonnenschein schnellten die Umsätze der Zürcher Strassencafés in die Höhe. Die Warteschlange vor dem Mövenpick-Glacestand war beinahe länger als an den heissesten Sommertagen. Aber nicht alle konnten sich freuen: «Das gute Wetter ruiniert mein Geschäft. Niemand will Marroni kaufen», klagt Marroniverkäufer Eli Dweig.

Yvonne Eisenring

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