Hahn zugedreht: Schoggi-Brunnen sorgte für zu viel Kinderlärm
Aktualisiert

Hahn zugedrehtSchoggi-Brunnen sorgte für zu viel Kinderlärm

Der Schoggi-Brunnen der Riklin-Brüder in Zürich zog viele Kinder an. Weil der Lärm die Angestellten im selben Gebäude störte, muss die Installation weg – zum Ärger der Künstler.

von
som
Der Trinkbrunnen der Riklin-Brüder war die Attraktion in Zürich-Leutschenbach. Doch der Kinderlärm störte.

Der Trinkbrunnen der Riklin-Brüder war die Attraktion in Zürich-Leutschenbach. Doch der Kinderlärm störte.

Patrik und Frank Riklin sind sauer: «Die Geschäftsleitung der Baugenossenschaft ‹Mehr als wohnen› hat unseren Trinkbrunnen vor drei Tagen vorzeitig abgeschaltet.» Man sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden, was so nicht vereinbart gewesen sei.

Seit vergangenem Juni floss aus der Installation der Konzeptkünstler an der Bürofassade der Baugenossenschaft im Zürcher Leutschenbach-Quartier Schokolade, Bouillon und Kaffee – insgesamt wurden 14'112 Becher kostenlos abgegeben.

Kinder klopften an die Bürowände

Eigentlich hätte der Schoggi-Brunnen noch bis im April am aktuellen Standort bleiben sollen. Doch der Erfolg wurde ihm zum Verhängnis, wie «Mehr als wohnen»-Sprecher Hans Conrad Daeniker sagt: «Der Brunnen war vor allem bei den Kindern eine Attraktion – in unseren Büros war es deshalb sehr lärmig.» Zudem hätten die Kinder an die dünnen Wände des Büros-Pavillons geklopft, wenn der Brunnen nicht richtig funktionierte: «Es war unmöglich, sich so auf die Arbeit zu konzentrieren.»

Man stehe aber weiterhin hinter dem Kunstprojekt, so Daeniker: «Wenn Ende Jahr die neue Überbauung auf dem Hunziker-Areal fertig ist, wird der Trinkbrunnen wieder installiert.» Zudem bot man den Riklin-Brüdern an, in der Zwischenzeit den Brunnen an einem anderen Ort aufzubauen: «Dies lehnten sie aus konzeptuellen Gründen jedoch ab.»

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