Neu im Kino: «Down with Love»: Schokolade und Sex statt grosse Liebe
Aktualisiert

Neu im Kino: «Down with Love»Schokolade und Sex statt grosse Liebe

Der Liebe solls an den Kragen gehen: Mit «Down with Love» kommt eine brillante romantische Komödie ins Kino.

Und plötzlich ist sie auch in New York berühmt: Das Landei Barbara Novak (Renee Zellweger, «Chicago») landet mit seinem Buch «Down with Love» einen Riesenhit: Frauen, habt ruhig Sex mit Männern, verliebt euch aber bloss nicht in sie – esst dafür Schokolade, lautet Novaks Credo. Wir schreiben das Jahr 1962.

Catcher Block (Ewan McGregor, «Moulin Rouge») glaubt nicht an einen solchen Leitsatz: Der Starjournalist und Womanizer des Männermagazins «Know» setzt alles dran, Novak zu knacken. Damit würde der nicht unumstrittene Schreiberling die Geschichte des Jahres publizieren. Bei einer von ihm arrangierten «Zufallsbekanntschaft» mit Novak gibt sich Block als Astronom aus: weltfremd und damit ohne Anspruch auf den von der Bestsellerautorin gehassten Chauvinismus. Blocks Plan könnte klappen.

«Down with Love» ist eine überdrehte, fabelhaft konzipierte romantische Komödie. Denn: Wie im Actionfach steigen die Ansprüche bei Romanzen praktisch von Monat zu Monat, da diese zuhauf in die Kinos kommen. In diesem Jahr waren dies die eher unbedarften Filme «Two Weeks Notice», «Just Married», «How to Lose a Guy in Ten Days», «Legally Blonde 2» und «American Pie 3».

Oder jene romantischen Streifen, bei denen man merkte, dass sie mit einer gewissen Liebe zum Genre gemacht wurden: «Manhattan Lovestory», «Intolerable Cruelty» oder zuletzt «Love Actually».

Auch «Down with Love» passt in diese Kategorie: Um den herausgeputzten Lifestyle der 60er-Jahre-Highsociety nachzustellen, wurde kein Aufwand gescheut. Ebenso viel Wert legte Regisseur Peyton Reed auf die Umsetzung der geschliffenen, teilweise gar akrobatischen Dialoge.

Benjamin Bögli

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