Alarm zum Start: Schon vier Hirnerschütterungen
Aktualisiert

Alarm zum StartSchon vier Hirnerschütterungen

Brutaler Start: Christian Dubé, Tristan Vauclair (beide Fribourg), Martin Höhener (Bern) und Martin Steinegger (Biel) erlitten Hirnerschütterungen.

von
Marcel Allemann
Christian Dubé bleibt nach Josh Holdens Brutalo-Check liegen.

Christian Dubé bleibt nach Josh Holdens Brutalo-Check liegen.

Vier Hirnerschütterungen am Startwochenende – das macht Angst: Würde man diese Zahl auf die Saison hochrechnen, müssten bis Ende März weit über 100 Hirnerschütterungen behandelt werden!

Nicht jeder Fall liegt gleich. Ein Brutalo-Foul, das eine längere Sperre nach sich ziehen dürfte, war der Ellbogen-Check von Josh Holden (Zug) gegen Dubé (Fribourg). Mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe hätte Reto Suri (Lakers) sanktioniert werden müssen – auf unserem Bild ist zu sehen, wie er Höhener bei vollem Tempo mit einem Faustschlag gegen den Kopf niederstreckt. Sauber war eigentlich der Check von Tristan Scherwey (Bern) gegen Steinegger. Doch hier liegt das Problem woanders: Ist es nötig, dass die Spieler 20 Meter Anlauf nehmen und in diesen auf Vollgas beschleunigen? «Früher galt die Regel, dass man nicht mehr als drei Schritte ­Anlauf nehmen darf», enerviert sich Biel-Trainer Kevin Schläpfer.

Durch das konsequente Ahnden von Behinderungen ist das Spiel schneller geworden. Was ist also zu tun? «Eine Möglichkeit wäre, dass die Schulterpolsterung weicher wird. Doch dann werden wir mehr Schulterverletzungen haben», sagt SCB-Sportchef Sven Leuenberger. Ein Patentrezept für das Problem gibt es also nicht.

Interview avec Julien Vauclair

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