Aktualisiert 11.01.2012 20:24

Energy BaselSchon vor dem Start erste Misstöne

Am Freitag startet das neue Energy Basel. Doch schon vor Sendebeginn forderten am Mittwoch zwei Parlamentarier eine Überprüfung der Konzession des Radios.

von
Denise Dollinger / Jonas Hoskyn
Baschi Dürr und Balz Stückelberger wollen die Konzession von Energy Basel prüfen lassen.

Baschi Dürr und Balz Stückelberger wollen die Konzession von Energy Basel prüfen lassen.

Gleichzeitig reichten Grossrat Baschi Dürr und Landrat Balz Stückelberger Interpellationen zum neuen Radio ein: Die FDP-Parlamentarier wollen wissen, ob der Übergang der Sendekonzession von Radio Basel zu Energy Basel rechtens ist. Denn die Lizenz hat mittlerweile schon mehrfach den Besitzer gewechselt. Ursprünglich hatte Basel 1 diese Ende Oktober 2008 erhalten. Via Radio Basel nimmt Besitzer Karlheinz Kögel die Lizenz nun mit zu Radio Energy. «Ist es wirklich möglich, dass mit derselben Konzession nun ein französischer Mainstream-Sender betrieben wird?», fragt Stückelberger. «Wenn das wirklich geht, wird das Konzessionssystem ad absurdum geführt.»

Das Problem: Im Grundsatz muss das Konzept eingehalten werden, allerdings gibt es auch Spielraum. Und weil die neuen Teilhaber Ringier und die NRJ Group Paris (zusammen 15 Prozent der Aktien) unter der 20-Prozent-Hürde bleiben, braucht das neue Radio für den Start kein Okay vom Bundesamt für Kommunikation (Bakom). «Als Aufsichtsbehörde schauen wir aber nun, ob sie die Konzessionsbedingungen erfüllen», so Bakom-Sprecher Roberto Rivola.

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