Kaum geöffnet: Schon wieder Schlamm- und Wassereinbruch im Lötschberg-Tunnel
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Kaum geöffnetSchon wieder Schlamm- und Wassereinbruch im Lötschberg-Tunnel

Die Oströhre des Lötschberg-Basistunnels ist wegen eines erneuten Wasser-und Schlammeinbruchs derzeit wieder gesperrt. Fachleute vor Ort sind mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Wasser- und Schlammeinbrüche im Lötschberg-Basistunnel sind ein bekanntes Problem. Schon am 13. März kam es dazu.

(Video: SDA)

Wasser und Schlamm treten momentan erneut an der bekannten Stelle ein, wie BLS-Sprecherin Tamara Traxler auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Deshalb sei die Oströhre des Tunnels aktuell wieder gesperrt.

Die IC 8 von Bern nach Brig verkehrten gemäss Fahrplan. Die IC 61 sollen in Spiez und Brig wenden, das heisst, sie fallen zwischen Spiez und Brig aus. Die EC werden durch den Lötschberg-Scheiteltunnel umgeleitet.

Der Lötschberg-Basistunnel war erst seit dem 22. April wieder durchgängig befahrbar, nachdem die Aufräumarbeiten nach dem letzten Wassereintritt abgeschlossen werden konnten. Die Oströhre im doppelspurigen Tunnelabschnitt war zuvor seit dem Wasser- und Sandeintritt vom 13. März gesperrt gewesen.

Absetzbecken und Überwachungskameras

Bis Herbst 2020 will die Bahn langfristige bauliche Massnahmen ausarbeiten, erneute Probleme beim Bahnverkehr will man so verhindern. Wasser- und Sandeintritte sollen künftig bewältigt werden, ohne dass der Bahnverkehr beeinträchtigt wird. Die BLS wird ihre Vorschläge dem Bundesamt für Verkehr zur Plangenehmigung unterbreiten.

Um die betroffene Stelle im Tunnel mittelfristig zu sichern, hat die Bahn in der Oströhre Absetzbecken aus Stahl eingebaut. Sie überwacht die Stelle mit Kameras; zudem gibt es regelmässige Kontrollgänge. So wird sichergestellt, dass bei einem erneuten Wasser- und Sandeintritt sofort die nötigen Massnahmen eingeleitet und allenfalls der Bahnverkehr unterbrochen wird.

Die betroffene Stelle des Tunnels liegt in einer wasserdurchlässigen Kalkschicht mit Karststrukturen. Veränderungen im Wasserhaushalt im Berginnern lassen sich laut BLS nicht vorhersehen.

(SDA)

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