Aktualisiert 16.01.2020 11:26

Nächste Tragödie

Schon wieder zwei Todesfälle im Zoo Zürich

Im Zoo Zürich hält eine traurige Serie an: Am Mittwoch sind zwei weitere Tiere verstorben.

von
wed
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Erneut traurige Neuigkeiten aus dem Zoo Zürich: Am Mittwoch ist der weltweit wohl älteste männliche Tamandua in Menschenobhut verstorben.

Erneut traurige Neuigkeiten aus dem Zoo Zürich: Am Mittwoch ist der weltweit wohl älteste männliche Tamandua in Menschenobhut verstorben.

Aus seinem letzten Schlaf ist der 20-jährige Tamandua nicht mehr aufgewacht. Lorenzo war der letzte Tamandua im Zoo Zürich.

Aus seinem letzten Schlaf ist der 20-jährige Tamandua nicht mehr aufgewacht. Lorenzo war der letzte Tamandua im Zoo Zürich.

Ebenfalls am Mittwoch musste sich der Zoo Zürich vom knapp 6-jährigen Flachlandtapir-Weibchen Oroja verabschieden. Oroja erlitt seit Sonntag einige heftige epileptische Anfälle.

Ebenfalls am Mittwoch musste sich der Zoo Zürich vom knapp 6-jährigen Flachlandtapir-Weibchen Oroja verabschieden. Oroja erlitt seit Sonntag einige heftige epileptische Anfälle.

Am Mittwoch ist im Zoo Zürich der weltweit wohl älteste männliche Tamandua in Menschenobhut verstorben. Lorenzo wurde im Juni 1999 im Zoo Dortmund geboren und kam 2014 in bereits vorgerücktem Alter nach Zürich. In den letzten Wochen stieg sein Ruhebedürfnis und seine morgendlichen Ausflüge mit den Tierpflegern in den Besucherbereich sowie in die Küche wurden kürzer. Aus seinem letzten Schlaf ist der 20-jährige Tamandua nun nicht mehr aufgewacht. Lorenzo war der letzte Tamandua im Zoo Zürich, wie der Zoo am Donnerstag mitteilte.

Tamanduas sind kleine Ameisenbären. Sie stellen am Boden und als gute Kletterer auch in den Bäumen Ameisen und Termiten nach. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Südamerika.

6-jähriges Tapirweibchen eingeschläfert

Ebenfalls am Mittwoch musste sich der Zoo Zürich vom knapp 6-jährigen Flachlandtapir-Weibchen Oroja verabschieden. Oroja hatte laut dem Zoo seit Sonntag einige heftige epileptische Anfälle, die medikamentös nicht mehr kontrolliert werden konnten. Bei diesen Anfällen verletzte sie sich wiederholt. Zudem musste sie wegen Ertrinkungsgefahr bei einem Anfall von allen Bassins ferngehalten werden, obgleich Wasser ein wichtiger Teil des Lebensraums von Tapiren darstellt.

Mit ihren rund 200 Kilogramm Körpergewicht bedeuteten die Anfälle auch ein Risiko für die anderen Tiere und die Betreuungspersonen. Aus diesem Grund haben die Tierärzte nach einem wiederkehrenden Anfall beschlossen, sie einzuschläfern. Oroja zeigte in der Vergangenheit verschiedentlich «panikartiges» Verhalten, was möglicherweise im Zusammenhang mit dieser Erkrankung steht.

In den vergangenen Wochen kam es im Zoo Zürich gleich zu mehreren Todesfällen. Im Dezember starb Koala Mikey an Leukämie und ein Krokodil musste nach einem Angriff auf eine Pflegerin erschossen werden. Ende November verstarb zudem der beliebte Zitteraal.

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