Aktualisiert 29.06.2016 15:17

BrexitSchottland klopft bei Schulz und Juncker an

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon lotet die Chancen auf einen Verbleib in der EU aus.

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ij
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Sucht Anschluss: Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon im Gespräch mit dem Präsidenten des Europaparlaments Martin Schuld in Brüssel. (29. Juni 2016)

Sucht Anschluss: Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon im Gespräch mit dem Präsidenten des Europaparlaments Martin Schuld in Brüssel. (29. Juni 2016)

Keystone/Geert Vanden Wijngaert
«Vier Freiheiten oder keine»: Der französische Präsident François Hollande (links) macht seinen Standpunkt gegenüber dem britischen Premierminister David Cameron klar. (28. Juni 2016)

«Vier Freiheiten oder keine»: Der französische Präsident François Hollande (links) macht seinen Standpunkt gegenüber dem britischen Premierminister David Cameron klar. (28. Juni 2016)

Keystone/Geert Vanden Wijngaert
Es habe «eine Menge Verständnis» auf dem Gipfel gegeben: David Cameron bei einer Pressekonferenz nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel. (28. Juni 2016)

Es habe «eine Menge Verständnis» auf dem Gipfel gegeben: David Cameron bei einer Pressekonferenz nach dem ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel. (28. Juni 2016)

Keystone/Julien Warnand

Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon hat das Eintreten ihrer Regierung für einen Verbleib Schottlands in der EU bekräftigt. «Schottland ist entschlossen, in der EU zu bleiben», sagte sie.

Die Schottin traf am Mittwochvormittag EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in Brüssel. Sturgeon habe beschrieben, in welcher Situation Schottland sich befinde und wie die Atmosphäre dort sei, teilte ein Schulz-Sprecher mit. «Es war ein Treffen, um uns zu informieren.» Konkreter ging er auf die Gesprächsinhalte nicht ein.

Am späten Nachmittag steht ein Treffen von Sturgeon mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf dem Programm. EU-Ratspräsident Donald Tusk lehnte nach Angaben eines Sprechers einen Gesprächswunsch Sturgeons ab.

Chancen für Verbleib ausloten

Sturgeon hatte nach dem britischen EU-Austrittsvotum ein neues Unabhängigkeitsreferendum in Schottland in Aussicht gestellt. Denn die Schotten hatten anders als die Engländer und die Waliser mit deutlicher Mehrheit für den Verbleib in der EU gestimmt.

Nach dem Ja der Briten zum Brexit ist nun einer Umfragen zufolge eine Mehrheit der Schotten für eine Unabhängigkeit des Landesteils. Bei einem Referendum im September 2014 hatten noch 55 Prozent für einen Verbleib im Vereinigten Königreich gestimmt.

Die schottische Regierungschefin will nun bei ihrem Besuch in Brüssel die Chancen auf eine weitere Mitgliedschaft in der EU ausloten. (ij/sda)

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