St. Gallen: Schrebergärten geplündert
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St. GallenSchrebergärten geplündert

Aufruhr im Gemüsebeet: Vandalen, die ein Waldfest feierten, haben wohl den Familiengarten Riederenholz verwüstet. Auf der Suche nach Alkohol brachen sie in über 35 Gartenhäuschen ein.

von
Julia Fischer
Pächter-Präsident Mathias Lippuner beim Augenschein an der Feuerstelle der Vandalen. (juf)

Pächter-Präsident Mathias Lippuner beim Augenschein an der Feuerstelle der Vandalen. (juf)

Eingeschlagene Scheiben, zertrümmerte Türen, geplünderte Vorräte: Die Schrebergarten-Siedlung Riederenholz sah am Sonntagmorgen aus wie nach einem Tornado. «Als ich meinen Garten am Morgen sah, war ich ausser mir vor Wut», sagt der langjährige Schrebergärtner Oscar Germann. Für die Schrebergarten-Gemeinschaft ist klar: Auf der Suche nach Alkohol und Brennmaterial für ein Lagerfeuer im nahen Wald haben Jugendliche im Riederenholz gewütet. «Die Vandalen haben in den 35 Häuschen alles mitgenommen, was ihnen in die Finger kam: vom Feldstecher bis zum Stromaggregat», erzählt Garten-Besitzerin Doris Lippuner. Abgesehen vom Alkohol landete die ganze Beute im Feuer. Selbst ein Baum wurde von den Jugendlichen abgefackelt. Hans Peter Eugster von der Kapo St. Gallen: «So eine extreme Schrebergarten-Verwüstung habe ich im ganzen Kanton noch nie gesehen.» Er vermutet Langeweile als Motiv der Täter.

Im Riederenholz macht man sich derweil ans Aufräumen der nächtlichen Vandalen-Tour: «Wir Gärtner sind ein robustes Volk: Manchmal kommt das Unkraut, und jetzt war halt anderes Ungeziefer am Werk», so Garten-Präsident Mathias Lippuner.

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