Zermatt VS: Schreck wegen Drohne endet für Pferd tödlich
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Zermatt VSSchreck wegen Drohne endet für Pferd tödlich

Eine Drohne erschreckte in Zermatt zwei Kutschenpferde. Als die Kutsche umkippte, wurde eines der Pferde schwer verletzt und musste eingeschläfert werden.

von
kaf
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Eine Drohne erschreckte die Kutschenpferde des Grand Hotel Zermatterhof. Diese rannten mit der Kutsche davon.

Eine Drohne erschreckte die Kutschenpferde des Grand Hotel Zermatterhof. Diese rannten mit der Kutsche davon.

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In einer Kurve kippte die Kutsche um. Eines der beiden Pferde erlitt dabei schwere, offene Knochenbrüche und musste eingeschläfert werden.

In einer Kurve kippte die Kutsche um. Eines der beiden Pferde erlitt dabei schwere, offene Knochenbrüche und musste eingeschläfert werden.

Leser-Reporter

Wer im Grand Hotel Zermatterhof gastiert, kann sich über einen besonderen Luxus freuen: Da Zermatt autofrei ist, werden die Gäste mit einer zweispännigen Pferdekutsche abgeholt. Doch letzte Woche kam es zur Tragödie: Ein Pferd musste eingeschläfert werden, nachdem es schwer verunfallt war.

«Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich die Kutsche mit den zwei Pferden vor dem Hotel», sagt Andreas Biner, Präsident der Burgergemeinde Zermatt, gegenüber dem «Walliser Boten». «Als dann eine von einem Gast gesteuerte Drohne die Tiere überflog, ergriffen diese die Flucht.» Die beiden Pferde seien samt Kutsche hinter dem Fünf-Sterne-Hotel durchgerannt.

«Pferd zog sich mehrfache offene Knochenbrüche zu»

Auf der Höhe des Pfarreizentrums sei die rund 1,5 Tonnen schwere Kutsche in einer Kurve umgestürzt. «Ein Pferd zog sich dabei mehrfache offene Knochenbrüche zu», so Biner weiter. «Das Tier musste daraufhin eingeschläfert werden.»

Biner betont, dass sich die Tiere in ihrem Alltag auf der Bahnhofstrasse einiges gewohnt seien. «Aber bei einem derartig aussergewöhnlichen Vorfall ist es praktisch unmöglich abzuschätzen, wie die Tiere reagieren.» Es sei eine Ausnahmesituation gewesen. Ein externer Berater soll helfen, dass die Pferde in Zukunft auf eine solche Situation vorbereitet sind.

Drohnen-Pilot polizeilich vernommen

Der Einsatz von Drohnen ist im Dorf Zermatt grundsätzlich erlaubt, solange die Piloten die Regelungen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt einhalten. Demnach müssen sie jederzeit Sichtkontakt zu ihrem Flugmodell haben und dürfen damit nicht näher als 100 Meter an oder gar über einer Menschenansammlung fliegen.

Der Pilot, der die betreffende Drohne steuerte, wurde von der Polizei vernommen.

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