St. Gallen: Schreckensbilder sollen Schüler vom Rasen abhalten
Aktualisiert

St. GallenSchreckensbilder sollen Schüler vom Rasen abhalten

Die Stiftung RoadCross machte gestern Unfallprävention bei Berufsschülern – nicht mit Kuschelpädagogik, sondern mit krassen Unfallbildern.

von
Urs-Peter Zwingli

«Die Jugendlichen müssen dieses Thema emotional erfahren. Nur so werden sie zum Nachdenken angeregt», sagt Ivo Kuster von der Stras­senopfer-Stiftung RoadCross. Er konfrontiert in den nächsten zwei Wochen rund 1500 Schüler des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen mit den drastischen Folgen von Raserfahrten und Drogen am Steuer: Autowracks, Schwerverletzte und Rettungskräfte flimmern über die Leinwand. Die erschütternden Bilder unterstreicht Kuster mit Fakten: «Pro Tag stirbt ein Mensch auf Schweizer Strassen, hinzu kommen viele Schwerverletzte.» Würde er den Jugendlichen einen Bussenkatalog vorlesen, hätte dies kaum einen Effekt, so Kuster.

Tatsächlich sorgt der Vortrag für Diskussionen unter den 17- bis 19-jährigen Lehrlingen. «Die Bilder machen zwar Eindruck, ich bezweifle aber, dass sie das Verhalten der Jugendlichen ändern», sagt Schüler Flo Blättler. Andere hingegen glauben an die Wirkung der zweistündigen Veranstaltung, wie etwa der 18-jährige Kushtrim Shala: «Ich fahre in Zukunft sicher vorsichtiger.»

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