Sensation mit Ex-Club - Schreibt YB-Trainer Wagner sein zweites Manchester-Märchen?
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Sensation mit Ex-ClubSchreibt YB-Trainer Wagner sein zweites Manchester-Märchen?

Schon vor drei Jahren spielte YB in der Champions League gegen Manchester United – und verlor zweimal. Der heutige Trainer David Wagner brachte den grossen Favoriten dagegen schon einmal zu Fall.

von
Lucas Werder
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Am Dienstag startet YB zu Hause gegen Manchester United ins Champions-League-Abenteuer.

Am Dienstag startet YB zu Hause gegen Manchester United ins Champions-League-Abenteuer.

Claudio De Capitani/freshfocus
Cédric Zesiger konnte am Montag nicht voll mittrainieren und wird wohl ausfallen.

Cédric Zesiger konnte am Montag nicht voll mittrainieren und wird wohl ausfallen.

Claudio De Capitani/freshfocus
Trainer David Wagner verspricht einen leidenschaftlichen Kampf seines Teams.

Trainer David Wagner verspricht einen leidenschaftlichen Kampf seines Teams.

Claudio De Capitani/freshfocus

Darum gehts

  • Am Dienstagabend trifft YB in der Champions League zu Hause auf Manchester United (18.45 Uhr).

  • Schon vor drei Jahren spielten die Berner gegen denselben Gegner.

  • Trainer David Wagner sorgte mit seinem Ex-Club Huddersfield einst für ein Fussball-Wunder gegen den englischen Rekordmeister.

Es ist der 21. Oktober 2017, als David Wagner ganz Fussball-England schockt. Sensationsaufsteiger Huddersfield bezwingt am neunten Spieltag der Premier League zu Hause das bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagene Manchester United mit 2:1. Es ist für Huddersfield der erste Sieg in 65 Jahren gegen die Red Devils.

«Das war ein grossartiger Tag für den ganzen Verein. Wir haben etwas geschafft, das rational eigentlich nicht zu erklären ist», sagt David Wagner knapp vier Jahre später. «An diesem Tag haben einfach sehr viele Sachen zusammengepasst.»

Auf einen solchen Exploit hofft man am Dienstag auch in Bern. «Die Rollen sind klar verteilt», sagt der YB-Trainer Wagner vor dem Champions-League-Auftakt gegen Manchester United. «Ich verspreche aber, dass wir mit allem, was wir haben, kämpfen werden. Keine Ahnung, wie das am Schluss ausgehen wird.»

YB-Wiedersehen mit United

Über drei Jahre lang coachte Wagner in Huddersfield, rund eineinhalb davon in der Premier League. «Natürlich können diese Erfahrungen ein Vorteil sein», sagt der 49-Jährige über seine Zeit auf der Insel. «Mit YB ist es nun aber ein anderes Spiel, in einem anderen Wettbewerb.»

Auch zahlreiche seiner Spieler haben schon Bekanntschaft mit dem englischen Rekordmeister gemacht. Vor drei Jahren traf YB schon im ersten Gruppenspiel der Champions League zu Hause auf Manchester United. Damals setzte es eine klare 0:3-Pleite. Im Rückspiel schnupperten die Berner lange an einem Punktgewinn, ehe Fellaini in der 91. Minute mitten ins gelb-schwarze Herz traf.

Lauper als Zesiger-Ersatz

Sandro Lauper und Michel Aebischer können sich noch gut an das Spiel im November 2018 erinnern, als sie beide 90 Minuten lang auf dem heiligen Rasen des Old Traffords standen. «Mir sind vor allem noch die 3000 mitgereisten YB-Fans im Kopf, die für eine unglaubliche Stimmung gesorgt haben», sagt Aebischer.

Eine besondere Rolle dürfte am Dienstagabend Sandro Lauper zufallen. Cédric Zesiger wird beim Champions-League-Start wohl fehlen, der Innenverteidiger hatte sich am Samstag im Topspiel gegen den FC Zürich eine Prellung an Knie und Fuss zugezogen. So dürften gegen Manchester United Sandro Lauper und Mohamed Ali Camara das Abwehr-Duo bilden.

Spielt Ronaldo überhaupt?

Auf den gelernten Mittelfeldspieler könnte gleich eine Herkulesaufgabe warten. «Wir haben am Wochenende im Hotel das Comeback von Cristiano Ronaldo verfolgt und seine beiden Tore analysiert», sagt Lauper. «Er macht nicht viele Wege, dafür besonders schlaue.»

Doch wie wollen Lauper und YB den fünffachen Weltfussballer stoppen? «Im Strafraum kannst du ihn eigentlich nicht verteidigen. Egal, ob mit dem Fuss oder dem Kopf, da macht ihm niemand etwas vor», erklärt Lauper. Man müsse ihn als Team daher schon vorher stoppen.

Es scheint aber durchaus möglich, als müssten sich die Berner – zumindest zu Beginn – keine Sorgen um den Portugiesen machen. Es sei nicht unmöglich, auf Ronaldo zu verzichten, liess United-Trainer Ole Gunnar Solskjaer bereits durchblicken. Ronaldo müsse seine Spielzeit verwalten, auch wenn ihn die Fans gerne in jedem Spiel sehen würden.

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