Neu im Kino: «Secret Window»: Schriftsteller wird unter Druck gesetzt
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Neu im Kino: «Secret Window»Schriftsteller wird unter Druck gesetzt

Johnny Depp als Schriftsteller: In der Stephen-King-Verfilmung «Secret Window» geht sein Leben drunter und drüber.

Als Bücherjäger sah man Johnny Depp im Polanski-Film «The Ninth Gate». Jetzt ist er selbst der Gejagte. Auf ihn abgesehen hat es ein mysteriöser Mann aus Tennessee mit dem Namen John Shooter (John Turturro). Dieser klopft eines Tages an die Türe von Mort Raineys (Depp) Hütte am See und behauptet, eine Geschichte des erfolgreichen Schriftstellers Rainey sei ein Plagiat – er hätte sie ihm, Shooter, abgeschrieben. Rainey, der kurz vor der unfreiwilligen Scheidung steht und völlig von der Rolle ist, hält dies für ausgeschlossen und wimmelt den Fremden ab.

Doch dieser macht Ernst: Zuerst stirbt Raineys Hund, dann brennt das Haus seiner Noch-Ehefrau ab und sein bester Kumpel wird umgebracht. Rainey möchte den Beweis erbringen, dass er die Geschichte vor Shooter publiziert hat. Doch irgendwie schafft er es nicht, an das Magazin heranzukommen, in dem sein Text vor Jahren veröffentlicht wurde. Es ist wie verhext.

«Secret Window» basiert auf dem gleichnamigen Roman von Bestseller-Autor Stephen King. Die beste King-Verfilmung ist der Psychothriller «Secret Window» sicherlich nicht – der thematisch ähnliche Streifen «The Shining» von Stanley Kubrick bleibt unerreicht. Trotzdem ist die Geschichte äusserst raffiniert und kaum zu durchschauen.

Auch die Regie ist bemerkenswert: David Koepp, der Drehbücher zu Filmen wie «Carlito's Way» und «Mission: Impossible» schrieb, schafft es mit der Sprache der Bilder, zusätzliche beklemmende Spannung zu erzeugen.

Und zu guter Letzt: Wenn Johnny Depp in einem Film mitspielt, ist das eigentlich ohnehin schon einen Gang ins Kino wert.

Benjamin Bögli

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