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ZürichSchüler (15) rast mit über 200 km/h über Autobahn

Ein Jugendlicher liess sich dabei filmen, wie er auf der Autobahn raste. Mit der Polizei lieferte er sich zudem ein Verfolgungsrennen.

von
Thomas Mathis
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Beim Tempoexzess auf einer Autobahn liess sich ein Schüler filmen.

Beim Tempoexzess auf einer Autobahn liess sich ein Schüler filmen.

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Mit der Polizei lieferte er sich ein Verfolgungsrennen und stiess dabei beinahe mit einem anderen Fahrzeug zusammen. (Symbolbild)

Mit der Polizei lieferte er sich ein Verfolgungsrennen und stiess dabei beinahe mit einem anderen Fahrzeug zusammen. (Symbolbild)

Kantonspolizei Zürich
Der 15-Jährige wurde zu einer persönlichen Leistung von 25 Tagen verurteilt. (Symbolbild)

Der 15-Jährige wurde zu einer persönlichen Leistung von 25 Tagen verurteilt. (Symbolbild)

Kantonspolizei Zürich

Darum gehts

  • Mit dem Auto des Vaters rast ein Jugendlicher auf der Autobahn. Als ihn die Polizei verfolgt, kommt es fast zu einem Unfall.

  • Er wurde zu einer persönlichen Leistung verurteilt. Zudem kam es zu einem Administrativverfahren.

  • Er gab an, Adrenalin spüren zu wollen. Er habe nicht an die Konsequenzen gedacht.

Ein 15-jähriger Schüler entwendete mehrmals das Auto seines Vaters. Er fuhr manchmal allein, manchmal im Beisein eines Kollegen. Auf der Autobahn beschleunigte er auf über 200 Kilometer pro Stunde. Die beiden Jugendlichen hielten den Tempoexzess auf Videos fest und trieben sich gegenseitig an. Mit der Polizei lieferte sich der 15-Jährige zudem ein Verfolgungsrennen. Dabei stiess er beinah mit einem anderen Fahrzeug zusammen.

Das ist ein Fall, mit dem sich die Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich im vergangenen Jahr beschäftigt hat. «Es ist zwar ein aussergewöhnlicher Fall, aber so etwas gibt es jedes Jahr», sagte der Leitende Oberjugendanwalt Marcel Riesen-Kupper kürzlich an einem Mediengespräch. Der Schüler wurde dafür zu einer persönlichen Leistung von 25 Tagen verurteilt.

Doch das ist nicht alles. Zusätzlich kam es wie üblich zu einem Administrativverfahren beim Strassenverkehrsamt. «Darüber sind sich die Jugendlichen oft nicht im Klaren», so Riesen-Kupper. Bei einem so schweren Delikt drohe der Entzug eines allfälligen Fahrausweises sowie eine Sperrfrist von zwei Jahren. Als Motivation gab der Jugendliche bei der Befragung an, einfach fahren und dabei das Adrenalin spüren zu wollen. Er habe nicht an die Konsequenzen gedacht.

Verkehrsdelikte bei Jugendlichen

Die Zahl der Strassenverkehrsdelikte generell liegt gemäss den Zahlen der Oberjugendanwaltschaft seit Jahren konstant bei etwa zehn Prozent. Auffällig ist aber, dass es sich bei den Tätern vorwiegend um junge Männer ab 16 Jahren handelt, die am Abend und in der Nacht das Auto entwenden. Oft werden die Autos der eigenen Eltern oder der Eltern von Kollegen entwendet. Dabei handelt es sich keineswegs nur um PS-starke Autos. Auch Opel, Peugeot und Subaru sind mit dabei. Im Vergleich zur Bevölkerung ist der Ausländeranteil leicht erhöht. Zudem sind die Täter etwas häufiger vorbestraft als andere Täter.

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