Schüler attackierten Rentner im Ortsbus
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Schüler attackierten Rentner im Ortsbus

Rabiate Schüler traktierten in Wädenswil ältere Menschen mit Kopfnüssen und Fusstritten. Aus Angst erstatteten die Opfer keine Anzeigen.

Gleich drei Mal wurden im vergangenen November ältere Leute in Wädenswiler Ortsbussen verbal und körperlich aufs Übelste angegriffen. Niemand half den Rentnerinnen, als sie von den Jungen beschimpft und gestossen wurden. «Aus Angst vor Repressalien schwiegen die Betroffenen und erstatteten auch keine Anzeige», sagt Doris Stüdli von der FDP. Die Oberstufe in Wädenswil konnte in einem der Fälle sieben Jugendliche eruieren und bestrafen. Vorübergehend wurde den Mädchen und Jungen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren das Bus-Abo entzogen. Zudem mussten sich die Schüler schriftlich entschuldigen. «Wiederholungstäter müssen mit dem Auschluss aus der Schule rechnen», sagt André Dommann, Leiter der Schulverwaltung. Ausserdem würde ihnen dann endgültig ihr Abo entzogen.

Stüdi ist mit dem Vorgehen der Schulbehörde zufrieden. Allerdings wünscht sie sich, dass Buschauffeure und Passagiere mehr Zivilcourage zeigen. Um künftig weitere Anpöbeleien in den Autobussen zu vermeiden, hat die FDP-Fraktion eine schriftliche Anfrage an den Stadtrat Wädenswil geschickt. In der Antwort heisst es: «Der Stadtrat nimmt den vorliegenden Fall mit grosser Besorgnis zur Kenntnis.»

Alexandra Roder

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