Aktualisiert 21.12.2007 12:10

Schüler bedrohten Lehrer in Lyss

Auf einer Treppe der Schulanlage Stegmatt in Lyss haben Neuntklässler wüste Drohungen gegen die Lehrerschaft in Form von Sprayereien angebracht. Die drei Urheber konnten schulintern ermittelt werden.

Die Sprayereien waren anfangs Woche zu lesen; inzwischen wurden sie weggewischt. Die Kantonspolizei wurde eingeschaltet; in der Folge führten aber schulinterne Abklärungen zur Ermittlung der Urheber. Mitglieder der Lehrerschaft haben inzwischen Klage wegen Bedrohung eingereicht.

Schulleiter Herbert Renfer ist froh, dass die Buben so rasch ermittelt werden konnten. Er bestätigte zu Zeitungsberichten vom Freitag, dass die Schüler Reue gezeigt hätten. Polizei und Lehrerschaft sind zum Schluss gekommen, dass nie eine konkrete Absicht bestand, die Drohungen wahrzumachen.

Diese gipfelten im Spruch «I kill all teachers». Daneben gab es beleidigende Aussagen, auch gegen einzelne Mitglieder des Lehrkörpers: «Nicht namentlich, aber erkennbar», sagte Renfer. Die drei Schüler haben ausserdem ein Verfahren wegen Sachbeschädigung zu gewärtigen; vorläufig sind sie vom Unterricht ausgeschlossen.

Über das weitere Vorgehen werden Schulkommission und Schulleitung entscheiden. Das Volksschulgesetz sieht als Sanktionen das Freistellen der Schüler für kurze Zeit durch die Schulleitung oder als härteste Massnahme den Schulausschluss für bis zu zwölf Wochen vor.

Ungeklärte Drohung in Thun

Am Dienstag hat die Androhung eines Amoklaufs an der Gewerblich- Industriellen Berufsschule und der im gleichen Gebäude untergebrachten Wirtschaftsschule Thun zur Einstellung des Schulbetriebs vor Weihnachten geführt. Die Abklärungen laufen; eine solche Drohung gilt als Straftat und kann mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden.

(sda)

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