Aktualisiert 19.11.2013 18:04

Wegen SparpaketSchüler gehen für ihren «Gymer» auf die Strasse

Demonstrationen für die Schule: Thuner Gymeler demonstrierten und sammelten tausende Unterschriften.

von
Patricia Shams

Mit farbigen Luftballons, Schoggi und Grusskarten gegen das Sparpaket: Rund 80 engagierte Schüler aus dem Berner Oberland kämpfen gegen die Schliessung des Thuner Gymnasiums Seefeld. Der Kanton will eine Fusion der Gymnasien Seefeld und Schadau. «Im Bildungsbereich darf nicht gespart werden», so Schülerin Sarah Liebi (18).

Mit Plakaten ausgerüstet marschierten die engagierten Kids gestern Morgen zum Berner Rathaus – und überreichten Erziehungsdirektor Bernhard Pulver 6644 gesammelte Unterschriften gegen die Schul-Schliessung. «Der Grosse Rat nimmt uns nicht ernst», klagt Liebi. Auch Miriam Lenoir (19) übt Kritik: «Es gibt Alternativen zur Schulfusion.»

Protest-Reihe

Die Demo reiht sich in eine Protest-Reihe ein: Die Thuner Gymler führten bereits ein Theater auf und verlegten ihren Unterricht auf den Bärenplatz. Mit ihrer Kritik sind sie nicht allein: In Thun soll ebenfalls der Aussenstandort des Berner Bildungszentrums für Pflege geschlossen werden – der Studienrat sammelte innerhalb eines Monats über 3000 Unterschriften dagegen. Und in Koppigen kämpft die Gartenbauschule Oeschberg mit 20 000 Unterschriften gegen die geplante Schliessung durch den Kanton. Das Parlament berät ab heute Mittag, wo Geld gestrichen wird.

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