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Hohe HaftstrafenSchüler mit Zwiebel ermordet

Im Prozess um den Tod des mit einer Zwiebel erstickten Hamburger Schülers Kirk M. hat das Landgericht Hamburg am Mittwoch hohen Haftstrafen verhängt.

Wegen gemeinschaftlichen Totschlags und versuchter räuberischer Erpressung erhielten die beiden jüngeren, zur Tatzeit 19 Jahre alten Angeklagten Labinot B. und Yakub M. acht Jahre beziehungsweise neuneinhalb Jahre Haft nach Jugendstrafrecht. Der älteste Angeklagten Gzim L. wurde zu neuneinhalb Jahren Gefängnis nach dem Erwachsenenstrafrecht verurteilt.

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Die drei jungen Männer hatten im Laufe des Verfahrens in voneinander abweichenden Geständnissen eingeräumt, im April 2007 den 17-jährigen Schüler wegen 25 Euro Drogenschulden mit einer Zwiebel erstickt und einer Hundeleine erdrosselt und seinen Leichnam auf einer Müllkippe verbrannt zu haben.

Der Anwalt des Angeklagten Yakub M. hatte auf ein Jahr Jugendhaft plädiert, da die Beweise gegen seinen Mandanten «an der Grenze zur Wertlosigkeit» lägen. Die Verteidiger der anderen beiden Angeklagten hatten für ihre Mandaten Haftstrafen von sechs und sieben Jahren wegen Totschlags beziehungsweise wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragt. Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden jüngeren Angeklagten neun Jahre Jugendhaft, für den ältesten Angeklagten zwölfeinhalb Jahre Gefängnis nach Erwachsenenstrafrecht gefordert. (dapd)

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