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Schüler verwiesen – weil er Lehrer mit Guetsli bedrohte

Weil er seinen hoch allergischen Lehrer mit einem Erdnussguetsli bedroht hat, ist ein amerikanischer Primarschüler seit drei Wochen vom Unterricht suspendiert.

Schon kleinste Nussmengen können bei Allergikern schwere Reaktionen auslösen. Im Extremfall können sie sogar zum Tod führen.

Der Lehrer einer sechsten Primarklasse im US-Bundesstaat New Jersey ist ein solch schwerer Allergiker. Als er sich einmal gerade nicht im Schulzimmer befand, hielt der 12-jährige Jules Gabriel ein Nussguetsli in die Luft und sagte zur Klasse, er werde dieses als Waffe benutzen, um sich vor Nachsitzen oder anderen Strafen zu schützen. Eine Mitschülerin verpetzte Jules – und löste so den grotesken Fall erst aus.

Bezirksschuldirektor Peter Horoschak befragte noch andere Schüler zu der «Nussbedrohung» und entschied, den 12-Jährigen von der Schule zu verweisen. Horoschak: «Wir sind sehr besorgt, wie der Lehrer bedroht wurde.» Seit dem 2. April darf Jules nun nicht mehr zur Schule. Am 13. Mai erst findet die erste Anhörung zur Nussguetsli-Erpressung statt.

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