Frankreich: Schüler wegen Flugausfall in Nizza gestrandet – «müssen in Abstellraum übernachten»

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FrankreichSchüler wegen Flugausfall in Nizza gestrandet – «müssen in Abstellraum übernachten»

Die Sprachreise einer Klasse aus Österreich endete wegen eines stornierten Flugs im Chaos. Die 20 Schüler müssen nun drei Tage in zwei Hotelzimmern ausharren, nachdem sie sich gegen eine Rückreise in mehreren Gruppen entschieden hatten.

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Aufgrund eines Flugausfalls mussten sich Schüler auf zwei Hotelzimmer verteilen, einige schlafen im Abstellraum.

Aufgrund eines Flugausfalls mussten sich Schüler auf zwei Hotelzimmer verteilen, einige schlafen im Abstellraum.

Foto: heute.at
20 Schüler müssen drei Tage länger in Nizza ausharren als eigentlich geplant.

20 Schüler müssen drei Tage länger in Nizza ausharren als eigentlich geplant.

imago/PantherMedia / Dmitry Rukhlenko
Die Austrian Airlines kämpft mit Personalengpässen. 

Die Austrian Airlines kämpft mit Personalengpässen. 

REUTERS

Darum gehts

  • Schüler eines österreichischen Gymnasiums müssen im Abstellraum schlafen, nachdem ihr Flug gecancelt wurde. 

  • Grund dafür sind Personalengpässe bei den Austrian Airlines.

  • Die Schüler kommen nun nach einer Klassenfahrt erste nächste Woche aus Frankreich weg. 

Die 7. Klasse eines Gymnasium aus dem österreichischen Burgenland wollte diese Woche von Montag bis Samstag ihre Sprachkenntnisse im französischen Nizza aufbessern. Als die 20 Schüler zusammen mit ihren Lehrern am Samstagnachmittag den Rückflug mit der Austrian Airlines AUA antreten wollten, wurden sie am Flughafen allerdings bitter überrascht.

Aufgrund eines Streiks des Bodenpersonals am Flughafen in Nizza sei der Flug nach Wien storniert worden, schreibt «Heute». Einen neuen Ersatztermin hat die Schulklasse erst für kommenden Dienstag bekommen – die Jugendlichen sind bis dahin auf sich alleine gestellt. 

Eltern genervt über Kosten

Nachdem das Hotel der burgenländischen Kids nur bis Samstag reserviert war, musste die Schule improvisieren – die Lehrer hätten zwei Zimmer für 20 Schüler organisiert. «Mein Sohn schläft im Abstellraum auf einer Matratze», erzählt ein wütender Vater im Gespräch mit «Heute». Die Eltern der Schulkinder zeigen sich über die Zustände und den Umgang der Austrian Airlines schockiert – «Wer zahlt uns das Hotel, das wir dazu buchen mussten und die Extra-Kosten, damit sich mein Sohn überhaupt Essen kaufen kann?», fragt er verärgert.

Die Zeitung hakte bei der Airline nach. Eine Mediensprecherin teilte mit: «Der Reisegruppe wurde angeboten, sich aufzuteilen und grüppchenweise zurück nach Wien zu fliegen. Da gäbe es frühere Flugtermine. Es wurde allerdings entschieden, die Schulklasse nicht aufzuteilen. Einen Flieger mit so vielen freien Plätzen können wir leider erst am Dienstag anbieten», so die Fluglinie. 

14 Prozent der Flüge gecancelt

Die Airline entschuldigt sich bei den Gymnasiasten für die Unannehmlichkeiten. Nichtsdestotrotz bleibt der Klasse nichts anderes übrig, als noch bis Dienstag in den zwei Hotelzimmern auszuharren. Die AUA kämpfe  auch am Sonntag mit weiteren Flugausfällen. Wegen Corona-Ausfällen mussten laut «Heute» 52 von 360 geplanten Flügen gecancelt werden. 

(lea/heute)

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