Schülerin ertrunken: Freispruch für Lehrerin
Aktualisiert

Schülerin ertrunken: Freispruch für Lehrerin

Das Verfahren umd den Ertrinkungstod eines elfjährigen Mädchens im Greifensee im Sommer 2005 ist abgeschlossen. Der Freispruch der Lehrerin vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung durch das Bezirksgerichts Uster ZH ist gültig.

Denn die Staatsanwaltschaft See/Oberland hat eine Berufung gegen den Freispruch zurückgegzogen, wie das Zürcher Obergericht am Freitag mitteilte. Damit entfalle der auf kommenden Montag anberaumte Berufungsprozess vor dem Obergericht. Die Gründe für den Rückzug sind nicht bekannt.

Im April 2007 hatte die Staatsanwaltschaft im Urteil des Bezirksgerichtes Uster «inhaltliche Schwachstellen» geortet und das Urteil als «nicht durchwegs überzeugend» eingeschätzt.

Das Bezirksgericht Uster hatte im Dezember 2006 die Lehrerin vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Eine Verletzung der Aufsichtspflicht gemäss den Anträgen der Anklage könne der Lehrerin nicht vorgeworfen werden.

Die Lehrerin aus Fällanden ZH hatte am 28. Juni 2005 mit ihrer 4. Klasse einen Badeausflug an den Greifensee unternommen. Ein elfjähriges Mädchen, das auf einem aufblasbaren Krokodil auf dem See gewesen war, ertrank.

Laut Bezirksgericht war nicht nachweisbar, dass der Unfall wegen dieses Krokodils geschah. Dass die Lehrerin allerdings zuliess, dass die Kinder überhaupt mit dem Spielgerät im Wasser waren, wertete das Gericht als Sorgfaltspflichtverletzung. (sda)

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