Aktualisiert 29.10.2007 22:07

Schülerin landet Uniform-Hit

Eine Winterthurer Schülerin hat eine Schuluniform kreiert, die erstaunlich gut ankommt – nun überlegt sie sich, daraus ein Business zu machen.

In der Schweiz sind bislang sämtliche Versuche kläglich gescheitert, Schuluniformen einzuführen. In Zürich würgte der Regierungsrat im letzten Sommer entsprechende Forderungen ab, und in Basel entschied eine Klasse, die sechs Monate lang als textile Einheit die Schulbank drückte, man könne sich mit der ausgewählten Bekleidung zu wenig identifizieren.

Nicht die Idee, sondern die Mode sei dort das Problem gewesen, glaubt die 17-jährige Schülerin Lucia Pescatore von der Kanti Rychenberg in Winterthur: «Die Sachen waren viel zu farbig und verleideten schnell.»

Sie hat nun das Thema für ihre Matura-Arbeit gewählt, Umfragen gemacht, eine Uniform für Sie und Ihn entworfen und eine Modeshow veranstaltet. Statt auf trendige Kapuzenpullis und Baggy-Style-Hosen setzt sie auf elegante Jackets und mausgraue Beinbekleidung.

Das kam offenbar an: «Auf dem Pausenplatz wurde ich mit Anfragen regelrecht überhäuft, viele wollten die Sachen bestellen», freut sich die Schülerin und überlegt nun sogar, daraus ein Business zu machen. Die Rychenberger Schulrektorin Franziska Widmer hält zwar nichts von Kleiderzwang: «Wenn die Schüler die Sachen freiwillig tragen wollen, haben wir natürlich nichts dagegen.»

Alexandra Roder

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