Aktualisiert 10.02.2004 21:54

Schülerin sah die Bluttat

Immer wieder schlug der 29-jährige Z. aus Opfikon seine Frau und drohte ihr mit dem Tod. Gestern erschoss er sie kaltblütig und richtete sich danach selbst – vor dem Schulhaus ihrer Kinder.

«Aus der Wohnung des Ehepaars hörte ich ständig Lärm und Geschrei – auch mitten in der Nacht», erzählt eine Mieterin des Mehrfamilienhauses in Glattbrugg, in dem auch Z.* mit seiner Frau und den beiden Töchtern wohnte. Die Nachbarn hätten sich deswegen mehrmals beim Hauswart beschwert.

Gestern Morgen um 8.30 Uhr eskalierte der Streit zwischen dem Ehepaar aus Serbien-Montenegro – ausgerechnet vor dem Schulhaus Mettlen in Opfikon-Glattbrugg, in dem die beiden 7- und 5-jährigen Töchter zur Schule und in den Kindergarten gehen. Ein 10-jähriges Mädchen, das gerade in die Schule eilte, stand wenige Meter daneben, als Z. ausrastete: «Der Mann zog seine Pistole und schoss mehrmals auf die Frau und dann auf sich selbst», erzählt die kleine Jessica. Das Mädchen wurde später von einem Psychologen betreut.

Nach Angaben der Kantonspolizei Zürich hatte die Frau bereits im November Anzeige gegen ihren Mann erstattet – wegen wiederholter Gewalttätigkeit und Todesdrohungen. Er sass deswegen Ende des letzten Jahres auch kurz in Untersuchungshaft.

*(Name der Redaktion bekannt).

Alexandra Roder

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