Schülerinnen missachten Kopftuchverbot

Aktualisiert

Schülerinnen missachten Kopftuchverbot

Wenige Tage nach dem Schulbeginn in Frankreich weigern sich im Elsass noch immer 89 Mädchen, das neue Kopftuchverbot an französischen Schulen zu befolgen.

Allerdings sei die Zahl inzwischen deutlich zurück gegangen. «Am Freitag kamen noch 200 muslimische Schülerinnen mit einem Kopftuch in die Schule, am Montag waren es 124», sagte der Direktor des Elsässer Oberschulamtes in Strassburg, Gérald Chaix. Bis zum Montagabend hätten nur noch 89 Mädchen die Kopfbedeckung getragen.

Das seit vergangene Woche geltende Verbot, auffällige religiöse Symbole wie muslimische Kopftücher, grosse christliche Kreuze oder jüdische Kippas zu tragen, gilt für mehr als zwölf Millionen Schüler in Frankreich.

Das Gesetz wurde landesweit weitgehend befolgt. Ausnahme ist nur das Elsass, wo es eine grosse muslimische Gemeinschaft mit vielen türkisch-stämmigen Mitgliedern gibt.

In Gesprächen mit Rektoren und Oberschulamt sollen die 89 Schülerinnen und deren Eltern in den kommenden Tagen von dem Gesetz überzeugt werden. In dieser Zeit werden die Mädchen, die ein Kopftuch tragen, aus ihren Klassen ausgeschlossen und getrennt unterrichtet.

(sda)

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