Kanton Zürich : Schülern droht Anzeige wegen Schul-Memes
Aktualisiert

Kanton Zürich Schülern droht Anzeige wegen Schul-Memes

Schüler des Bildungszentrums Uster veröffentlichten auf Instagram unangebrachte Posts. Nun reagiert die Schule.

von
lar
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Laut dem «Zürcher Oberländer» blieb es aber in der Vergangenheit nicht bei solchen harmlosen Posts.

Laut dem «Zürcher Oberländer» blieb es aber in der Vergangenheit nicht bei solchen harmlosen Posts.

Screenshot Instagram BZU_ Memes
Lehrpersonen seien gefilmt, fotografiert und persönlich, sexistisch und rassistisch beleidigt worden. Die Schule droht deshalb mit der Jugendstaatsanwaltschaft.

Lehrpersonen seien gefilmt, fotografiert und persönlich, sexistisch und rassistisch beleidigt worden. Die Schule droht deshalb mit der Jugendstaatsanwaltschaft.

Inzwischen wurden die kritisierten Memes gelöscht. Auf dem Instagram-Account wurde eine Entschuldigung veröffentlicht.

Inzwischen wurden die kritisierten Memes gelöscht. Auf dem Instagram-Account wurde eine Entschuldigung veröffentlicht.

«Warst du schon in der Mensa essen? Ja. Was hat es gekostet? Alles» – mit solchen Memes machen sich Schüler des Bildungszentrums Uster (BZU) auf dem Instagram-Account Bzu_memes über den Schulbetrieb lustig. Der Account hat aktuell über 700 Abonnenten.

So harmlos sind aber längst nicht alle Memes, wie der «Zürcher Oberländer» schreibt. Für Beiträge, die inzwischen gelöscht wurden, seien Lehrpersonen gefilmt, fotografiert und persönlich, sexistisch und rassistisch beleidigt worden. Zu viel für die BZU: «Die Toleranzgrenze ist überschritten, und wir sind daran, die Verursacher zu eruieren und zur Rechenschaft zu ziehen.» Je nach Fall müsse die Jugendanwaltschaft involviert werden. Der Betreiber der Seite hat sich daraufhin in einem Post entschuldigt und die kritisierten Beiträge gelöscht.

Ernste Folgen fürs Berufsleben möglich

Otto Schlosser, der Rektor der Berufsschule BFSU, die im BZU untergebracht ist, zeigt sich bis zu einem gewissen Punkt verständnisvoll: «Ich halte überhaupt nichts davon, das Posten im Internet zu kriminalisieren», sagt er zum «Zürcher Oberländer». Es sei aber wichtig, dass die jungen Leute lernten, sich im Netz richtig zu verhalten. «Die Berufsschüler können sich selber durch unangebrachte Posts massiv schaden.» Die Lehrbetriebe hätten kaum Verständnis für negatives Verhalten im Internet.

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