Appenzell: Schülerprojekt löst Grossalarm aus

Aktualisiert

AppenzellSchülerprojekt löst Grossalarm aus

Eine Fotoreportage über einen fingierten Banküberfall endete für sechs Gymischüler im Desaster. Sie wurden von der Polizei abgeführt.

von
Désirée Pomper

Hätten die sechs Schüler der 3. Klasse des Gymnasiums Appenzell das Ende der Aktion gekannt, hätten sie wohl ein anderes Thema für ihr Kunstprojekt gewählt: Sie entschieden sich, eine Fotoreportage über einen nachgestellten Banküberfall zu machen. Mit Softairwaffen ausgerüstet und teilweise maskiert, hielten sich die 15- bis 16-Jährigen neben der Appenzeller Kantonalbank auf. Darauf gingen von besorgten Bürgern mehrere Meldungen bei der Notrufzentrale ein.

Die Polizei rückte sofort aus, um die vermeintlichen Bankräuber festzunehmen. «Die Jugendlichen mussten die Hände hochhalten und sich auf den Boden legen», so Roland Koster, Mediensprecher der Kapo Appenzell-Innerrhoden. Als den Schülern Handschellen angelegt und sie in Polizeiautos abgeführt wurden, seien einige Mädchen in Tränen ausgebrochen. Als die Polizei feststellte, dass es sich bei den Sturmgewehren und Pistolen um ungefährliche Softairwaffen handelte, wurden sie sofort freigelassen, so Koster.

Nun leitet die Jugendanwaltschaft Appenzell Innerrhoden eine Untersuchung ein. Soft­airwaffen sind in der Schweiz für unter 18-Jährige verboten.

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