Schürzenjäger ersticht Ex-Freundin und Baby
Aktualisiert

Schürzenjäger ersticht Ex-Freundin und Baby

Weil sie seiner Lebensplanung im Weg standen und seinem Ruf als Frauenheld schadeten, erstach ein 21-jähriger Handwerker seine Ex-Freundin und ihren gemeinsamen Sohn.

Zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen zweifachen Mordes hat das Duisburger Landgericht am Mittwoch einen 21-jährigen Handwerker aus Voerde (Kreis Wesel) verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Juni 2006 seine 22-jährige Ex-Freundin und den gemeinsamen fünf Monate alten Sohn mit jeweils zahlreichen Messerstichen getötet hat.

Das Gericht erklärte in der Urteilsbegründung, der Mann habe zwei Tage vor einem vom Jugendamt angeordneten Vaterschaftstest das von ihm ungewollte Kind beseitigen wollen, weil es seiner Lebensplanung im Wege gestanden und seinem Ansehen als Frauenheld geschadet hätte. Das Schwurgericht stellte ausserdem eine besondere Schwere der Schuld fest, wodurch eine Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen wird. (dapd)

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