Thailand: Schüsse verschärfen Krise
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ThailandSchüsse verschärfen Krise

Schüsse auf eine Kundgebung von Studenten vor dem Haus von Ministerpräsident Samak Sundaravej haben die politische Krise in Thailand weiter verschärft.

Zwei Studenten wurden dabei am Donnerstagabend leicht verletzt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Sie forderte die Studenten gleichzeitig auf, auf weitere Proteste zu verzichten, damit die Lage nicht noch weiter eskaliere.

Anhänger der oppositionellen Volksallianz für Demokratie (PDA) blockieren schon seit fast zwei Wochen Regierungsgebäude in Bangkok, um den Rücktritt von Samak zu erzwingen. Dieser hat inzwischen den Notstand ausgerufen, auf weitere Massnahmen aber bislang verzichtet.

Die thailändische Regierung schlug am Donnerstag zur Lösung der Krise eine Volksabstimmung vor, einen Rücktritt lehnt Samak kategorisch ab. In dem Referendum werde die Bevölkerung gefragt, ob sie die Aktionen der PDA unterstütze und ob die Regierung zurücktreten solle. Die Opposition wies den Vorschlag aber als politische Spielerei zurück.

Die Anhänger der PDA unterstützen den Militärputsch von 2006, bei dem der damalige Regierungschef Thaksin Shinawatra gestürzt wurde. Dem im Dezember 2007 gewählten Ministerpräsidenten Samak wirft die Protestbewegung vor, von Thaksin gesteuert zu werden. Die Opposition macht zudem die westliche Demokratie dafür verantwortlich, dass die Korruption in Thailand ständig zunimmt. (dapd)

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