Aktualisiert 20.07.2020 14:28

US-Bundesstaat New JerseySohn von Bundesrichterin getötet, die den Epstein-Fall betreut

In New Jersey hat ein Unbekannter auf das Haus einer Bundesrichterin geschossen. Ihr Sohn wurde beim Angriff tödlich getroffen und ihr Ehemann liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen im Spital.

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Die US-Bundesrichterin Esther Salas betreut den Geldwäscherei-Fall der Deutschen Bank, der auch im Zusammenhang mit dem verstorbenen Jeffrey Epstein steht.

Die US-Bundesrichterin Esther Salas betreut den Geldwäscherei-Fall der Deutschen Bank, der auch im Zusammenhang mit dem verstorbenen Jeffrey Epstein steht.

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Das Attentat ereignete sich in Brunswick in New Jersey.

Das Attentat ereignete sich in Brunswick in New Jersey.

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Darum gehts

  • In New Jersey wurde auf das Haus einer US-Bundesrichterin geschossen.
  • Ihr Sohn wurde erschossen.
  • Ihr Mann liegt mit schweren Verletzungen im Spital.
  • Der Attentäter soll sich als FedEx-Lieferant verkleidet haben.

Ein Unbekannter hat Medienberichten zufolge auf Angehörige einer US-Bundesrichterin bei deren Haus im Bundesstaat New Jersey geschossen. Wie örtliche Medien übereinstimmend am Sonntagabend (Ortszeit) berichteten, starb der 20-jährige Sohn von Esther Salas, ihr Ehemann kam mit Verletzungen ins Krankenhaus. Er befinde sich in kritischem Zustand.

Die Richterin selbst sei bei dem Vorfall am späten Sonntagnachmittag in der Gemeinde North Brunswick unversehrt geblieben. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall gab es von offizieller Seite zunächst nicht. Berichten zufolge könnte das Attentat auf die Familie der Bundesrichterin mit dem Jeffrey Epstein-Fall zusammenhängen.

«Wir fahnden nach einer Zielperson», twitterte die Bundespolizei FBI. Die Justizbehörde US Marshals und das FBI haben nach eigenen Angaben Ermittlungen aufgenommen.

Laut CNN trug der Schütze eine Fed-Ex-Uniform. Es ist noch nicht klar, ob der Schütze sich so verkleidete oder tatsächlich ein Angestellter des Lieferservices ist. Jonathan Lyons, Sprecher von FedEx sagte in einer Stellungnahme: «Wir kooperieren voll und ganz mit den Behörden.» Der Sohn von Salas soll dem Schützen aufgrund von seiner Uniform die Tür geöffnet haben.

Salas seit 2011 im Amt als Bundesrichterin

Salas übernahm 2011 nach der Nominierung durch den damaligen Präsidenten Barack Obama und der Bestätigung durch den Senat das Amt als Richterin am Bundesgericht in New Jersey. Sie gilt als erste Latina, die als Bundesrichterin in New Jersey fungiert.

Laut FBI hat man keine Kenntnis, dass Salas bedroht wurde. Ob ein politisches Motiv vorliege, konnte noch nicht bestätigt werden. Doch: Salas ist für den Fall zuständig, bei dem Investoren eine Sammelklage gegen die Deutsche Bank eingereicht haben. Dabei geht es auch um die Geldgeschäfte der Deutschen Bank mit dem verstorbenen Multimillionär und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Die Deutsche Bank soll dabei gegen Geldwäscherei-Gesetze verstossen haben und die Einkünfte von Epstein nicht durchleuchtet haben. Laut «Newsweek» wurde sie erst vier Tage vor dem Attentat auf den Fall angesetzt.

(sda/lub)

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