Aktualisiert 26.09.2016 16:40

Mehrere VerletzteSchütze in Houston von Polizei erschossen

Vor einem Einkaufszentrum in Texas hat ein Anwalt um sich geschossen. Als mögliches Motiv gelten Probleme mit seiner Kanzlei.

von
ij
Der Schütze verletzte auf einem Parkplatz neun Menschen.

Der Schütze verletzte auf einem Parkplatz neun Menschen.

Keystone/Mark Mulligan

Ein Rechtsanwalt hat auf dem Parkplatz einer Ladenzeile in der texanischen Stadt Houston das Feuer eröffnet. Er verletzte neun Menschen, bevor er in einem Schusswechsel mit der Polizei getötet wurde.

Als mögliches Motiv gelten Probleme mit der Kanzlei, bei der er arbeitete. Das deutete Polizeichefin Martha Montalvo auf einer Medienkonferenz an.

Der Mann hatte um etwa 6.30 Uhr an der Ladenzeile zu schiessen begonnen. Ein Augenzeuge sagte dem Sender KCR2, es seien mindestens 30 Schüsse gefallen. Als Polizisten kamen, habe der Täter sofort auf sie gefeuert, schilderte Montalvo. Die Beamten hätten zurückgeschossen.

Ein Opfer in kritischem Zustand

Die Verletzten wurden der Polizeichefin zufolge in Spitäler gebracht. Der Zustand eines der Schussopfer sei kritisch. Drei Verletzte hätten das Spital bereits wieder verlassen können. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden einige von ihnen durch die Schüsse, andere durch Glassplitter verletzt.

Die Polizei gab später auf Twitter bekannt, dass der Täter tot ist.

Der Schütze sei nicht sofort in ein Krankenhaus gebracht worden, weil er zunächst auf Sprengstoff überprüft worden sei. Hinweise auf einen möglichen weiteren Schützen lägen nicht vor, hiess es weiter.

Einschusslöcher in Autos

US-Fernsehsender zeigten Bilder von einem Supermarktparkplatz, auf dem dutzende Rettungswagen standen. An einigen parkenden Autos waren Einschusslöcher zu sehen. Die Behörden forderten die Anwohner auf, dem Tatort fernzubleiben.

Erst am Freitagabend hatte ein Amokschütze in einem Einkaufszentrum in Burlington im US-Staat Washington fünf Menschen getötet. Der mutmassliche Täter wurde nach einer Grossfahndung rund 24 Stunden später gefasst. Die Bundespolizei FBI schloss einen terroristischen Hintergrund aus. Das Motiv des Täters von Burlington ist weiterhin unklar.

In den USA sterben jedes Jahr mehr als 30'000 Menschen durch Schusswaffen – dazu zählen mehr als 11'000 Morde. (ij/afp)

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