Zwei Tote: Schütze von Grandson VD in Frankreich verhaftet
Aktualisiert

Zwei ToteSchütze von Grandson VD in Frankreich verhaftet

Nachdem in Grandson VD zwei Personen getötet wurden, konnte die Polizei den Täter identifizieren – und fassen.

Aufnahmen vom Polizeieinsatz von Grandson VD.

Nach der Schiesserei in Grandson VD mit zwei Toten Ende Februar ist der mutmassliche Schütze in Frankreich verhaftet worden. Die französische Nationalgendarmerie fasste den 21-jährigen Franzosen am Montag in der Gegend von Besançon.

Die in den vergangenen Tagen sowohl in Frankreich als auch in der Schweiz durchgeführten Ermittlungen hätten es ermöglicht, die Suche in Frankreich zu konzentrieren und den mutmasslichen Täter der Schiesserei zu identifizieren, teilte die Kantonspolizei Waadt am Dienstag mit. Die Ermittlungen würden fortgesetzt, um die genauen Umstände dieses Verbrechens und die Rolle der einzelnen Beteiligten zu ermitteln.

Die Polizei geht von einem Streit im Drogenmilieu aus. Am 29. Februar waren in einer Wohnung in der Altstadt des Waadtländer Städtchens mehrere Schüsse abgefeuert worden. In der Wohnung fand die Polizei fünf Männer vor. Vier von ihnen waren verwundet.

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An der Rue Basse in Grandson VD wurden am 29. Februar 2020 in einer Wohnung mehrere Schüsse abgefeuert. Die Polizei hat die Wohnung versigelt.

An der Rue Basse in Grandson VD wurden am 29. Februar 2020 in einer Wohnung mehrere Schüsse abgefeuert. Die Polizei hat die Wohnung versigelt.

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An der Adresse wohnt ein Mann namens Lova, ein bekannter Drogendealer.

An der Adresse wohnt ein Mann namens Lova, ein bekannter Drogendealer.

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An einer der zerbrochenen Fensterscheiben von Lovas Wohnung ist aber immer der Aufprall einer der abgefeuerten Kugeln zu sehen.

An einer der zerbrochenen Fensterscheiben von Lovas Wohnung ist aber immer der Aufprall einer der abgefeuerten Kugeln zu sehen.

Frédéric Nejad Toulami

Einer der Verletzten, ein 27-Jähriger aus der Region, starb am Tag nach der Tat an den Folgen der Schussverletzungen. Ein 22-jähriger Schweizer aus Zürich erlag den Verletzungen drei Tage später. Die weiteren Verletzen konnten das Spital nach einigen Tagen verlassen.

Auslöser der Tat war laut Medienberichten ein Streit um einen Drogenhandel. Der französische Dealer habe versucht, seine Kunden zu täuschen, indem er Cannabis durch ein anderes Produkt ersetzt habe. Die Waadtländer Polizei wollte diese Information nicht bestätigen. Laut den Justizbehörden gibt es zwei Verfahren zum Fall: eines in der Schweiz, das andere in Frankreich. (sda)

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