Schiesserei in U-Bahn: Schütze von New York war für seine Hasstiraden im Netz bekannt 
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Schiesserei in U-BahnSchütze von New York war für seine Hasstiraden im Netz bekannt 

Am Dienstag schoss ein Mann in der U-Bahn um sich. Nach einer stundenlangen Fahndung konnte der Verdächtige Frank James (62) gefasst werden. Wer ist der Mann und wie ging er bei der Tat vor?

Am Dienstagmorgen Ortszeit ist es in einer U-Bahn in Brooklyn zu einer Schiesserei gekommen. 

20min/ajm

Darum gehts

  • Ein Mann hat in einer U-Bahn im New Yorker Stadtteil Brooklyn um sich geschossen. 

  • Dabei gab es mindestens 23 Verletzte. 

  • Am Mittwoch konnte der Tatverdächtige Frank James festgenommen werden. 

  • Dem Tatverdächtigen droht nun eine lebenslange Haftstrafe. 

Nach dem dramatischen Vorfall mit Schüssen und 23 Verletzten in der New Yorker U-Bahn konnte der Täter zunächst fliehen. Jetzt ist aber ein Verdächtiger gefasst worden. «Wir haben ihn», sagte New Yorks Bürgermeister Eric Adams am Mittwoch auf einer Pressekonferenz über den 62-jährigen Frank James. Der Mann ist polizeibekannt. Ein Überblick über die Ereignisse.

Wie konnte die New Yorker Polizei den Täter fassen?

Nach der Tat, die New York erschütterte, suchte die Polizei fieberhaft nach dem Angreifer. James wurde bereits am Dienstagabend von einer «Person von Interesse» zu einem «Verdächtigen» hochgestuft. Er hatte vor der Tat mehrere Videos auf der Internet-Plattform Youtube veröffentlicht, in denen er lange und teilweise aggressive politische Tiraden von sich gibt.

Der 62 Jahre alte Mann sei nach einem Tipp aus der Bevölkerung im East Village im Südosten Manhattans gefasst worden, teilten die Behörden mit. Der Mann habe keinen Widerstand geleistet. Für Hinweise zur Festnahme des Tatverdächtigen war zuvor eine Belohnung von 50’000 Dollar ausgesetzt worden.

Frank James soll wegen «terroristischer und andere gewaltsamer Attacken» auf den öffentlichen Nahverkehr angeklagt werden. Bei Verurteilung droht dem 62-Jährigen, der am 13. April 2022 festgenommen wurde, eine lebenslange Haftstrafe.

Frank James soll wegen «terroristischer und andere gewaltsamer Attacken» auf den öffentlichen Nahverkehr angeklagt werden. Bei Verurteilung droht dem 62-Jährigen, der am 13. April 2022 festgenommen wurde, eine lebenslange Haftstrafe.

REUTERS

Was war passiert? 

Bei dem Vorfall während der Hauptverkehrszeit am Dienstagmorgen hatte ein Mann in einer U-Bahn in Brooklyn das Feuer eröffnet. Mindestens 23 Menschen wurden verletzt, davon zehn durch Schussverletzungen. Auf Videos war zu sehen, wie Menschen aus dem U-Bahn-Wagen strömten, umgeben von Nebel- oder Rauchschwaden. Einige blieben am Boden liegen, Blut war zu sehen, andere kümmerten sich um Verletzte. Der Täter konnte zunächst mit einem anderen U-Bahn-Zug fliehen.

Wie ist der Täter vorgegangen?

Nach Polizeiangaben hatte sich der Mann bei der Tat während der Hauptverkehrszeit eine Gasmaske aufgesetzt und zwei Kanister geöffnet, aus denen Rauch austrat. Anschliessend eröffnete er das Feuer auf die Passagiere. Insgesamt feuerte der Mann nach Polizeiangaben mit einer Pistole 33 Schüsse ab. Am Tatort fanden Ermittler zudem weitere Pistolen-Magazine und eine Axt. Der 62-Jährige habe zuvor in Philadelphia einen Kleinlaster gemietet, teilte die Polizei mit. Der Schlüssel des Fahrzeugs sei in einer Tasche am Tatort gefunden worden. Der Kleinlaster war nach dem Vorfall abgestellt in einem anderen Teil von Brooklyn gefunden worden.

Was war sein Motiv?

Die Hintergründe zum Motiv waren zunächst weiter unklar. Doch in seinen Hasstiraden in sozialen Medien beschwerte sich der mutmassliche Täter unter anderem über New Yorks neuen Bürgermeister Eric Adams und Obdachlosigkeit. Seine Schwester kommentierte zudem gegenüber der «New York Times», der Mann sei «sein ganzes Leben lang allein gewesen». 

Was passiert nun mit dem Tatverdächtigen? 

Frank James soll nun wegen des Verstosses gegen ein Gesetz angeklagt werden, das «terroristische und andere gewaltsame Attacken» auf den öffentlichen Nahverkehr verbietet. Bei Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Der in New York geborene Verdächtige, der zuletzt Wohnsitze in Philadelphia und Wisconsin angegeben hatte, ist den Behörden zufolge polizeibekannt – er sei bereits neunmal in verschiedenen US-Bundesstaaten festgenommen worden, hiess es. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge hat er alleine gehandelt.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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(dpa/afp/fis)

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