Schiesserei vor Konstanzer Club: Schütze war mit Drogen und Alkohol vollgepumpt
Aktualisiert

Schiesserei vor Konstanzer ClubSchütze war mit Drogen und Alkohol vollgepumpt

Als der 34-jährige Mann den Türsteher vor dem Konstanzer Club «Grey» erschoss, stand er unter dem Einfluss von Rauschmittel. Dies meldet die Gerichtsmedizin.

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sep
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Ein Polizist in weissem Schutzanzug fotografiert einen Gegenstand beim Club Grey.

Ein Polizist in weissem Schutzanzug fotografiert einen Gegenstand beim Club Grey.

Keystone/Felix Kästle
Polizisten betreten mit Schutzanzügen den Tatort.

Polizisten betreten mit Schutzanzügen den Tatort.

AFP/Felix Kästle
Eine Frau wird nach dem Angriff vor dem Club getröstet.

Eine Frau wird nach dem Angriff vor dem Club getröstet.

Keystone/Felix Kästle

Der 34-Jährige, der vor mehr als drei Wochen einen Türsteher vor einer Diskothek in Konstanz erschoss, stand zur Tatzeit erheblich unter Drogen und Alkohol. Dies habe die toxikologische Untersuchung ergeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft heute in Konstanz mit.

Der bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötete Tatverdächtige hatte demnach 1,57 Promille Alkohol im Blut. Zudem habe er unter Einfluss von Kokain, Cannabis und müde machender Medikamente gestanden. Die Substanzen hätten zusammen mit der erheblichen Alkoholeinwirkung nach Einschätzung der Gerichtsmedizin «auf jeden Fall enthemmend gewirkt».

Streitursache weiterhin unklar

Bei einer Schiesserei in der Nacht zum 30. Juli soll der 34-jährige Mann irakisch-kurdischer Herkunft einen Türsteher vor dem Nachtclub erschossen haben. Als er auch das Feuer auf Polizisten eröffnete, wurde er angeschossen und starb im Krankenhaus. Der Betreiber der Diskothek war der Schwager des Täters.

Zwei weitere Sicherheitsmitarbeiter sowie zwei Gäste des Nachtklubs und ein Polizeibeamter wurden bei der Schiesserei schwer verletzt. Mindestens elf Menschen erlitten zudem bei ihrer panikartigen Flucht leichtere Verletzungen oder einen Schock.

Unklar ist bislang immer noch, woher der 34-Jährige das Sturmgewehr hatte. Auch die Ermittlungen zu den Hintergründen des Streits zwischen dem Tatverdächtigen und dessen Schwager sind noch nicht abgeschlossen. (sep/afp)

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