Zwischennnutzung : Schützematte wird weiter öffentlich belebt
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Zwischennnutzung Schützematte wird weiter öffentlich belebt

Auf der Schützenmatte in Bern beginnt ab November eine neue Zwischennutzung: «PlatzKultur» will Künstler in den Vordergrund rücken.

von
bho
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Die Stadt Bern beschloss im Zusammenhang mit der Schützenmatte eine Aufhebung der Parkplätze und eine Aufwertung des Platzes. Nach dem Neustadt-lab im Sommer bekam der Verein PlatzKultur Ende August die Zusage für eine dreijährige Zwischennutzung

Die Stadt Bern beschloss im Zusammenhang mit der Schützenmatte eine Aufhebung der Parkplätze und eine Aufwertung des Platzes. Nach dem Neustadt-lab im Sommer bekam der Verein PlatzKultur Ende August die Zusage für eine dreijährige Zwischennutzung

Keystone/Alessandro Della Valle
Das Mandat der Stadt Bern verwalten Christoph Ris (rechts) und sein Geschäftspartner Kevin Liechti (links).

Das Mandat der Stadt Bern verwalten Christoph Ris (rechts) und sein Geschäftspartner Kevin Liechti (links).

Florian Spring
Ris und Liechti bedanken sich beim Verein Neustadt-lab für deren Arbeit der letzten Monate. Weil der Zeitplan bis zum Start im November der neuen Nutzung derart eng ist, bleiben gewisse Elemente des Vorgängers noch einen weiteren Monat erhalten. Für ihr kommendes Projekt betonen die beiden, dass sie nicht als Veranstalter auftreten möchten: «Wir wollen uns im Hintergrund halten und unsere Künstler in den Vordergrund stellen.»

Ris und Liechti bedanken sich beim Verein Neustadt-lab für deren Arbeit der letzten Monate. Weil der Zeitplan bis zum Start im November der neuen Nutzung derart eng ist, bleiben gewisse Elemente des Vorgängers noch einen weiteren Monat erhalten. Für ihr kommendes Projekt betonen die beiden, dass sie nicht als Veranstalter auftreten möchten: «Wir wollen uns im Hintergrund halten und unsere Künstler in den Vordergrund stellen.»

Florian Spring

Die Schützenmatte: Seit Jahren ein Brennpunkt und in der medialen Berichterstattung omnipräsent. Dabei geht es zum Beispiel um Drogenhandel oder Zusammenstösse mit der Polizei. Um die Schützenmatte der breiten Bevölkerung zugänglich zu machen und den öffentlichen Raum zu beleben, beschloss die Stadt Bern in diesem Zusammenhang eine Aufhebung der Parkplätze und eine Aufwertung des Platzes. Nach dem Neustadt-lab im Sommer bekam der Verein PlatzKultur Ende August die Zusage für eine dreijährige Zwischennutzung. Dies teilte der Verein am Montag mit.

Das Mandat der Stadt Bern verwalten Christoph Ris und sein Geschäftspartner Kevin Liechti. Der Kontakt mit der Stadt Bern sei bisher äusserst zufriedenstellend gewesen.«Der Stadt muss man ein Kränzchen widmen. Zurzeit macht sie äusserst viel für die Belebung und hat ein offenes Ohr für Anliegen.»

«Stehen noch mehr zwischen den Fronten»

Ris und sein Partner arbeiten im Kulturlokal Dachstock in der Reitschule. Ist das PlatzKultur somit eine Erweiterung der Reitschule? «Nein», erklärt Ris, «die Reitschule hat keinen Anspruch auf die Schützenmatte.» Einen möglichen Interessenkonflikt zwischen PlatzKultur und Reitschule sieht er eher gelassen. «Wir werden nun noch mehr im Fokus stehen und uns wahrscheinlich auch mehr Vorwürfe seitens der Reitschule gefallen lassen müssen.» Die Reitschule als grösster Player im Perimeter Schützenmatte müsse man aber unbedingt einbeziehen in Gespräche.

Die Zwischennutzung der Schützenmatte und die damit verbundene Belebung empfindet der 32-jährige als bereichernd. «Belebung hilft immer und erzeugt bei den Menschen ein höheres Sicherheitsempfinden.» Jedoch sei die Sicherheitsfrage nicht in ihrem Aufgabenbereich: «Wir sind kein Sicherheitsorgan.»

Luna-Park bleibt

Ris und Liechti bedanken sich beim Verein Neustadt-lab für deren Arbeit der letzten Monate. Weil der Zeitplan derart eng ist, bleiben gewisse Elemente des Vorgängers noch einen weiteren Monat erhalten. So würden die PolarBar, die Parkbar von HolePole und Moe's Snackstand bis Ende Oktober weiter betrieben. «Ebenso bleibt natürlich der Skatepark unter der

Brücke und dessen Erweiterung in Betrieb.»

Und: Teil der Ausschreibung der Stadt sei die Bedingung gewesen, dass der Luna-Park weiterhin auf der Schützenmatte stattfinden soll. Dieser gastiert nun laut Mitteilung vom 16. bis 27. November 2018 auf dem Platz.

«Bevölkerung bespielt die Schützenmatte»

Für ihr kommendes Projekt betonen die beiden, dass sie nicht als Veranstalter auftreten möchten: «Wir wollen uns im Hintergrund halten und unsere Künstler in den Vordergrund stellen, die Bevölkerung soll die Schützenmatte bespielen.» Ausserdem : «Es soll häufig Wechsel bei den Projekten geben, damit die Schützenmatte dynamisch bleibt und nicht mononton wird wie andere Plätze in der Stadt Bern.»

Konkreter über die Nutzung wird noch nicht informiert, man sei in Planung. Der Verein ruft dazu auf, dass sich Interessierte mit Projektideen oder Anregungen per Mail bei ihnen melden.

Neustadt-lab lässt gegenüber 20 Minuten verlauten, dass man PlatzKultur viel Erfolg wünsche. Dazu Christian Pauli, CO-Präsident des Vereins Neustadt Bern: «Der Verein Neustadt Bern konnte zeigen, dass eine breite, niederschwellige und künstlerische Nutzung der Schützenmatte möglich und sinnvoll ist.»

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