Aktualisiert 14.06.2005 13:23

Schützenfest: Papst als Zielscheibe

Der Streit um eine Schützenfest-Zielscheibe mit dem Bild des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. könnte den Bürgermeister der westpolnischen Kleinstadt Rawicza das Amt kosten.

Mitglieder des Gemeinderats riefen ihn auf, das Amt niederzulegen. Der Kommunalpolitiker Tadeusz Pawlowski hatte als Vorsitzender des Schützenvereins den Wettbewerb organisiert, bei dem eine Zielscheibe mit dem Bild des Papstes aufgestellt worden war. Dies meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP am Dienstag.

Pawlowski betonte, die Schützen hätten auf ihrem Fest Ende Mai natürlich nicht auf das Papst-Bild geschossen. «Die Scheibe ist das Symbol für den Sieger, und in diesem Jahr zugleich ein Andenken an Johannes Paul II.», sagte er und zeigte sich verwundert über den Unfrieden, den das Schützenfest zu Folge hatte.

Im Übrigen seien in der Vergangenheit unbeanstandet Zielscheiben mit den Porträts von Heiligen und Helden der polnischen Geschichte aufgestellt worden.

(sda)

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