Schützenkönig traf Stromleitung
Aktualisiert

Schützenkönig traf Stromleitung

Dieser Schuss hat seinen Zweck verfehlt: Ein Schütze aus der Region Thun hatte es eigentlich auf eine Krähe abgesehen, traf aber eine Stromleitung.

Mehrere Gemeinden waren von einem 40- minütigen Stromunterbruch betroffen.

Beim Schützen handelt es sich nicht um irgendwen, sondern um einen der treffsichersten im Lande. Im Jahr 2000 war er Schützenkönig mit dem Sturmgewehr, wie er am Donnerstag auf Anfrage zu einem Bericht der Gratiszeitung «20 Minuten» sagte. Er werde an den Wettkämpfen bei dieser Waffe bleiben und nicht aufs Flobert umstellen.

Getroffen wurde laut BKW Energie AG am Samstagnachmittag ein 16- Kilovolt-Kabel; keinen Strom hatten vorübergehend die Dörfer Unterlangenegg, Schwarzenegg, Oberlangenegg, Wachseldorn und Röthenbach. Passiert sei es nur, weil die Leitung von einem Querschläger getroffen worden sei, erklärte der Schütze.

Dass die Ursache nun bekannt wird, ist ihm zu verdanken, da er den Vorfall der BKW selbst meldete, wie Pressechef Urs Peter Stebler anerkennend feststellte. Der Mann werde die Kosten, die zwischen 1000 und 5000 Franken liegen werden, übernehmen. Die BKW verzichtet auf eine Anzeige.

Oft genug würden Unbekannte Schäden an Elektrizitätseinrichtungen verursachen; die Suche nach der Schadenstelle wäre auch in diesem Fall ohne die genauen Angaben des Schützen viel aufwändiger geworden, sagte Stebler.

(sda)

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