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Neues GegenmittelSchützt Kaffee vor Prostatakrebs?

Eine neue Metastudie aus China behauptet, dass jede zusätzliche Tasse Kaffee pro Tag das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um ein Prozent senkt. Die untersuchten Studien sind sich dabei aber uneinig.

von
Dominique Zeier
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Wer viel Kaffee trinkt, reduziert sein Risiko, an Prostata-Krebs zu erkranken.

Wer viel Kaffee trinkt, reduziert sein Risiko, an Prostata-Krebs zu erkranken.

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Das behauptet zumindest eine neue Metastudie aus China.

Das behauptet zumindest eine neue Metastudie aus China.

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So soll jede Tasse Kaffee dazu beitragen, das Risiko, an dieser Art von Krebs zu erkranken, zu verkleinern.

So soll jede Tasse Kaffee dazu beitragen, das Risiko, an dieser Art von Krebs zu erkranken, zu verkleinern.

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Darum gehts

  • Bei einer Metastudie haben chinesische Forschende 16 verschiedene Studien zum Thema Kaffee-Konsum und Prostatakrebs untersucht.

  • Das Resultat: Das Trinken von Kaffee kann der Entstehung von Prostata-Krebs vorbeugen.

  • Tatsächlich soll jede einzelne Tasse helfen.

  • Die ausgewerteten Studien kommen aber zu sehr unterschiedlichen Resultaten.

Dass Kaffee aus medizinischer Sicht vielerlei positive Effekte hat, ist bereits bekannt. So hat der Konsum des Getränks beispielsweise eine gute Wirkung auf das Herz und die Gefässe und beugt Diabetes vor. Ausserdem erkranken Kaffee-Trinker weniger oft an Leber-, Darm- oder Brustkrebs. Nun hat sich ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Shenyang in China um Xiaonan Chen die Frage gestellt, ob dies auch auf das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, zutrifft.

Zu diesem Zweck haben sie die Daten aus 16 verschiedenen Studien zusammengefasst und ausgewertet. An den Studien haben insgesamt mehr als eine Million Menschen teilgenommen. 57’732 davon erkrankten an Prostatakrebs, wie Sciencexx.de beschreibt.

Neun Prozent geringeres Risiko

Die meisten dieser Studien hatten sich damit befasst, wie sich verschieden hoher Kaffee-Konsum auf das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, auswirkt. Dabei galten zwei oder weniger Tassen Kaffee pro Tag als geringer und zwei bis neun Tassen als hoher Kaffee-Konsum.

In der Auswertung zeigte sich: Ein hoher Kaffee-Konsum ist signifikant mit einem verringerten Risiko für Prostatakrebs bei Männern verknüpft. Tatsächlich soll das Risiko, an dieser Art von Krebs zu erkranken, bis zu neun Prozent geringer sein, wenn man viel Kaffee trinkt. Dabei soll jede zusätzlich getrunkene Tasse Kaffee am Tag das relative Risiko um rund ein Prozent verringern.

Uneinige Studien

Wie zuverlässig die Aussagen dieser Metastudie sind, ist jedoch unklar. Denn die 16 Studien, die zusammengenommen wurden, haben jeweils sehr widersprüchliche Ergebnisse publiziert. So kommen einige der Forschenden sogar zum Schluss, dass der Kaffee-Konsum das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, erhöht und nicht etwa verringert. Ausserdem unterscheiden sich die untersuchten Studien darin, welche Art von Kaffee verwendet wurde, wie dieser zubereitet wurde und was genau als «eine Tasse Kaffee» galt.

Laut den Forschenden gibt es aber durchaus plausible Erklärungen, weshalb das Trinken von Kaffee vorbeugend wirken könnte. So verbessert Kaffee den Glukosestoffwechsel, hat entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen und beeinflusst den Sexualhormonspiegel. All das könnte tatsächlich dazu beitragen, dass das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, verringert wird.

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8 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

So läuft das also bis 2080

15.01.2021, 14:59

Für ein Lookdown anfang 2020 Lesen Sie bitte die Bundesverfassung Art 36. Ist eine Gefahr abwendbar, dürfen die Grundrechte nicht weiter eingeschränkt werden. Ergo, Wenn alle geimpft sind, die dies wollen, dürfen die Massnahmen nicht mehr gelten. Da die Gefahr mit der Impfung (Stand heute) abwendbar ist.

MikeDerEchte

15.01.2021, 07:59

Ihr mit euren unzähligen Kaffee-Studien. Trink und geniesst das Zeugs einfach und gut ist. Unter 6 Tassen pro Tag geht eh nix

Kaffeetrinker

15.01.2021, 07:58

Das stimmt nicht. Ich hatte immer viel Kaffee getrunken und habe leider trotzdem Prostata-Krebs erhalten. Das wäre zu schön um wahr zu sein. Leider