Aktualisiert 04.03.2011 15:51

IbuprofenSchützt Schmerzkiller vor Parkinson?

Ibuprofen hilft bei Schmerzen und wirkt entzündungshemmend. Glaubt man einer Studie der Harvard-University, kann das Medikament nicht nur heilen, sondern auch vorbeugen.

Der Entzündungs- und Schmerzhemmer Ibuprofen kann davor schützen, an Parkinson zu erkranken. Wie ein Forscherteam der Harvard University in Boston in der Online-Ausgabe der Zeitschrift «Neurology» schreibt, haben Menschen, die regelmässig Ibuprofen einnehmen, ein um 27 Prozent niedrigeres Risiko, an Parkinson zu erkranken, als andere Personen. Als regelmässig gilt die zwei- oder mehrmalige Einnahme pro Woche.

Die Forscher hatten Angaben von rund 136000 Beschäftigten im amerikanischen Gesundheitswesen zur Einnahme von Ibuprofen und zur Erkrankung an Parkinson verglichen sowie andere Studien ausgewertet. «Möglicherweise zielt Ibuprofen auf einen bestimmten Rezeptor im Gehirn und wirkt damit Parkinson entgegen», erklärt Xiang Gao, einer der Forscher. «Man sollte jetzt aber nicht anfangen, regelmässig Ibuprofen zu nehmen, um Parkinson zu vermeiden», betont James Bower von der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, in einem Kommentar zu der neuen Studie. «Die langfristige Einnahme von Ibuprofen hat eine Menge Nebenwirkungen.» (dapd)

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