Aargau: Schulbeginn Für 71'000 Kinder und Jugendliche
Aktualisiert

AargauSchulbeginn Für 71'000 Kinder und Jugendliche

Im Kanton Aargau haben am Montag 6000 Kinder zum ersten Mal die Schulbank gedrückt. 5500 Kinder besuchten neu den Kindergarten. Mit 7500 Lehrpersonen sind bis auf wenige Teilpensen sämtliche Stellen besetzt. 621 Lehrerinnen und Lehrer kommen aus der Ausland.

Nach den Sommerferien begann für insgesamt 71'000 Schülerinnen und Schüler wieder die Volksschule, wie Vertreter des Departementes Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Montag vor den Medien in Wohlen mitteilten. Die Schüler teilen sich an 225 Schulen auf 3950 Klassen auf.

Vor zehn Jahren waren 8,4 Prozent Kinder und Jugendliche mehr zur Schule gegangen. Das BKS rechnet gemäss Christian Aeberli, Leiter Abteilung Volksschule damit, dass bis zum Jahr 2019 die Zahl der Schüler wieder um drei Prozent steigen wird.

Über 600 Lehrer aus dem Ausland

«Alle Klassen haben eine Lehrperson», sagte Regierungsrat Alex Hürzeler. Bis auf wenige kleine Teilpensen seien alle Stellen besetzt worden. Die Schulen hätten jedoch grosse Anstrengungen unternehmen müssen.

Rund 7500 Lehrpersonen (5200 Vollzeitstellen) unterrichten an einem Kindergarten und an der Volksschule. Davon stammen 621 Lehrer aus dem Ausland. Den grössten Anteil machen die Deutschen mit 391 Lehrpersonen aus.

Um die Stellen besetzen zu können, hatte der Kanton Aargau in Deutschland und Österreich eine Inseratenkampagne lanciert. Seit 20 Jahren setzt der Aargau auf ausländische Lehrkräfte.

Das Reservoir an Lehrpersonen trockne weiter aus, hielt Regierungsrat Hürzeler fest. Der Markt werde sich kurzfristig nicht entspannen.

Das BKS plant daher verschiedene Massnahmen wie die Überarbeitung des Lohndekretes. Das entsprechende Projekt «Stärkung der Volksschule Aargau» ist derzeit bei den Parteien und Verbänden in der Vernehmlassung.

Zwischenbericht und Zeugnis

Mit dem Schuljahr 2010/11 ist auch die neue Promotionsverordnung in Kraft getreten. Erstmals werden alle Schülerinnen und Schüler nach dem ersten Schulhalbjahr einen Zwischenbericht und am Ende des Schuljahrs ein neues Zeugnis erhalten.

Das geänderte Beurteilungssystem wird gemäss BKS zu einer «aussagekräftigen und transparenten Beurteilung» und damit zur gezielten Förderung der Schülerinnen und Schüler beitragen. Neu gibt es kein provisorische Versetzung oder Repetition mehr.

Stabil präsentiert sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt. Rund 6000 Jugendliche begannen mit ihrer Berufslehre. Auf starkes Interesse stiessen vor allem die Gesundheits- und Sozialberufe. (sda)

Deine Meinung