Aktualisiert 11.01.2012 22:11

US-BörsenSchuldenkrise bremst Wall Street aus

Die Wall Street kann sich nicht so energisch aus den Fängen der Euro-Schuldenkrise befreien wie erhofft. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent tiefer.

Nur knapp verteidigten die Standardwerte am Mittwoch ihre Gewinne vom Vortag, als der Optimismus des Aluminiumkonzerns Alcoa die wichtigsten Indizes auf ein Fünf-Monats-Hoch getrieben hatte.

Die Börsenbarometer verharrten im Handelsverlauf lange im Minus. Erst nach dem Fed-Konjunkturbericht hellte sich die Stimmung etwas auf. Die Euro-Krise war nicht zuletzt mit dem Treffen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel mit Italiens Ministerpräsidenten Mario Monti wieder in den Blick gerückt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 12 462 und einem Tief von 12 399 Zählern. Er schloss 0,1 Prozent leichter bei 12 449 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 notierte bei 1292 Punkten praktisch unverändert. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen 0,3 Prozent auf 2710 Stellen.

Der Euro sackte zeitweise auf ein 16-Monatstief von 1,2661 Dollar. Auf der Gemeinschaftswährung lasteten Händlern zufolge vor allem Aussagen der Ratingagentur Fitch, die von der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Tag vor deren nächster Zinssitzung eine Ausweitung der umstrittenen Ankäufe von Staatsanleihen europäischer Problemländer verlangte.

Nach der Veröffentlichung des Konjunkturberichts der US-Notenbank machten die Börsenbarometer Boden gut. Die amerikanische Wirtschaft habe zum Jahresende 2011 ihren bescheidenen Wachstumskurs fortgesetzt, erklärte die Fed in ihrem «Beige Book».

Die Konsumenten seien im Weihnachtsgeschäft ausgabefreudiger gewesen also noch in den Monaten zuvor. Sorgen bereite aber noch immer der Arbeitsmarkt.

(sda)

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