Aktualisiert 16.05.2010 20:24

Hochdorf LUSchule erlässt Richtlinien gegen Mobbing

Eine Lehrerin ist im Internet auf fiese Weise von Schülern blossgestellt worden. Nun hat die Schule gehandelt: Eltern und Schüler mussten eine Vereinbarung unterschreiben.

von
Guy Studer

Sekundarschüler in Hochdorf stellten im letzten Schuljahr das Bild einer Lehrerin samt ihrer privaten Telefonnummer auf Facebook ins Internet. Dort stand, dass sie das sexuelle Abenteuer suche und jederzeit zu haben sei. Innert Stunden bekam die Lehrerin mehrere Angebote von Männern. Ähnliche Fälle gab es auch in anderen Zentralschweizer Gemeinden. Meist wurden Lehrer im Internet beschimpft oder gedemütigt.

Die Hochdorfer Schulleitung hat nun gehandelt, wie die Zeitung «Sonntag» berichtete. Sie hat Datenschutzrichtlinien aufgestellt und diese von Schülern und Eltern unterzeichnen lassen. «Die Schüler lernen etwa, dass sie nicht einfach ein Foto von jemandem ohne dessen Einverständnis ins Netz stellen dürfen», sagt Werner Ottiger, Rektor der Hochdorfer Schulen. Zur Kontrolle würden zudem die Daten der Schulcomputer in Hochdorf laufend ausgewertet. «Im Extremfall schalten wir die Polizei ein», so Ottiger.

Bei der Organisation Schule und Elternhaus Kanton Luzern begrüsst man die Massnahme: «Das ist genau der richtige Weg», sagt Präsident Heinz Bäbler. Wichtig sei aber, dass die Schule dabei stets im Dialog mit den Eltern stehe.

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