Trauer in Plaffeien FR: Schule richtet Gedenkraum für Silas ein
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Trauer in Plaffeien FRSchule richtet Gedenkraum für Silas ein

Die Trauer im Umfeld des verstorbenen Silas A.* ist gross. Um den Schulkameraden des Buben zu helfen, tut die Schule derzeit ihr Möglichstes.

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Silas A.* war seit dem vorletzten Sonntag vermisst.

Silas A.* war seit dem vorletzten Sonntag vermisst.

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Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der vermisste Silas (13) wurde tot in der Region Roggos Hürli (Chalet im Bild) gefunden.

Jetzt herrscht traurige Gewissheit: Der vermisste Silas (13) wurde tot in der Region Roggos Hürli (Chalet im Bild) gefunden.

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Das Gebiet zum Fundort ist sehr unwegsam. Ein Tourenskifahrer entdeckte seine Fussspuren und fand den leblosen Jungen.

Das Gebiet zum Fundort ist sehr unwegsam. Ein Tourenskifahrer entdeckte seine Fussspuren und fand den leblosen Jungen.

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Am Montagmorgen sassen die Klassen des Schulzentrums Senseoberland mit ihren Lehrern zusammen und versuchten, mit der traurigen und erschütternden Nachricht umzugehen: Ihr Mitschüler und Freund ist gestorben – der 13-jährige Silas wurde am Fuss einer Felswand tot aufgefunden.

«Wir sind unglaublich traurig. Unsere Gedanken sind bei der Familie», sagt Schuldirektor Bernhard Schafer. Als Schule müsse man auch den erschütterten Schülern Halt geben; besonders Silas' Klasse werde derzeit eng betreut.

Gedenkstätte in Schule und Kirche

In einem Zimmer des Oberstufenschulhauses wurde ein kleiner Gedenkraum eingerichtet. «Dort können die Schüler in ihren Gedanken ganz bei Silas sein», so der Schuldirektor. Aber auch ausserhalb des Schulareals sollen Betroffene einen Ort zum Trauern haben: In der Kirche im Dorf wurde ebenfalls eine Andachtsstätte eingerichtet.

Um auf die schmerzlichen Tage vorbereitet zu sein, hatte die Schule bereits am Sonntagnachmittag einen Krisenstab einberufen.

Schule hat professionelle Hilfe beigezogen

Nebst den Lehrern wurden auch Sozialpädagogen, Psychologen und Sozialarbeitern der «mobilen Einheit» der Freiburger Erziehungsdirektion zur Unterstützung beigezogen. «Am Montag ist das Fachpersonal den ganzen Tag über präsent», so Schafer.

Auch noch in den folgenden Tagen soll die mobile Einheit den Schülern beistehen. Und nicht nur den Schülern: «Auch für die Lehrer gibt es Ansprechpersonen, die ihnen zuhören und helfen», sagt Schuler. «Auch den Eltern haben wir ein Schreiben zugestellt. Sie können uns jederzeit erreichen.»

Verzweifelt? Jugendliche und Erwachsene in Notsituationen finden hier Anlaufstellen in allen Kantonen.

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