Münchner Schläger: Schule schreibt dem Prügelopfer
Aktualisiert

Münchner SchlägerSchule schreibt dem Prügelopfer

Die Küsnachter Schule, in der die drei Schläger von München ein zehntes Schuljahr absolvierten, hat sich zehn Tage nach der Tat mit einem Brief an den 46-jährigen Geschäftsmann gewandt. Derweil wurden in der Schweiz weitere Befragungen durchgeführt.

In dem Schreiben an das Opfer, das von den drei Schülern schwer verletzt worden ist, habe die Weiterbildungs- und Berufsbildungsschule der tiefen Betroffenheit Ausdruck gegeben, sagte der Präsident der Küsnachter Schulpflege, Max Heberlein. Der 46-Jährige befindet sich weiterhin in der Uniklinik Düsseldorf. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte eine Sprecherin. Er solle in einigen Tagen entlassen werden.

In Zusammenhang mit dem Gewaltexzess in München sind inzwischen Befragungen in der Schweiz erfolgt. Diese hätten auf dem Rechtshilfeweg stattgefunden, sagte Heberlein. Um wie viele es sich handelte, konnte er nicht sagen, er selbst sei als Auskunftsperson von einem Angehörigen der Kantonspolizei Zürich und einem Ermittler aus München befragt worden.

Abschlussfeier trotz allem

Unterdessen hat am Donnerstagabend die Abschlussfeier für die Mitschülerinnen und -schüler der drei in Deutschland wegen versuchten Mordes inhaftierten Jugendlichen stattgefunden. Sie sei in angemessener, wenn auch etwas gedrückter Stimmung verlaufen, sagte Heberlein. Die Vorfälle in München seien vom Schulleiter nochmals kurz angesprochen worden und Thema in vielen Einzelgesprächen gewesen. Neben Schülerinnen und Schülern seien auch die Lehrkräfte und viele Eltern anwesend gewesen.

Ein grosser Prozentsatz der Schülerinnen und Schüler habe einen Anschluss an die Schule gefunden, sagte Heberlein. Somit sei das Schuljahr - trotz dem grässlichen Abschluss - schulisch durchaus erfolgreich gewesen. (dapd)

Schweizer Schüler prügeln in München

Drei Schüler aus dem Kanton Zürich sitzen seit Mittwoch, 1. Juli, in München in Untersuchungshaft. Sie werden des versuchten Mordes und der schweren Körperverletzung beschuldigt. Am Abend zuvor tranken und kifften sie und gingen danach wahllos auf Passanten los. Einen verletzten sie lebensgefährlich. Die Jugendlichen befanden sich mit ihrer Klasse des 10. Schuljahrs der Weiterbildungs- und Berufswahlschule Küsnacht (WBK) in einer externen Kurswoche in München.

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