Riehen BS: Schule warnt vor Mann, der Mädchen belästigt

Aktualisiert

Riehen BSSchule warnt vor Mann, der Mädchen belästigt

Auf dem Schulweg wurde in Riehen am Montag ein Mädchen von einem Unbekannten angesprochen. Die Schulleitung informierte die Eltern mit einem Brief – nicht zum ersten Mal.

von
lha
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Die Primarschule Burgsstrasse in Riehen befindet sich unweit der Stelle, an der das Mädchen vom Unbekannten angesprochen wurde.

Die Primarschule Burgsstrasse in Riehen befindet sich unweit der Stelle, an der das Mädchen vom Unbekannten angesprochen wurde.

riehen.ch
In diesem Elternbrief vom 13. Februar warnt die Primarschule Bettingen/Riehen vor dem dunklen Unbekannten.

In diesem Elternbrief vom 13. Februar warnt die Primarschule Bettingen/Riehen vor dem dunklen Unbekannten.

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Der Mann, der mit einem Hund unterwegs war, der einen Maulkorb trug, soll hier am Pfaffenlohweg das Mädchen angesprochen und aufgefordert haben, ihm zu folgen.

Der Mann, der mit einem Hund unterwegs war, der einen Maulkorb trug, soll hier am Pfaffenlohweg das Mädchen angesprochen und aufgefordert haben, ihm zu folgen.

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«Bedauerlicherweise müssen wir Sie erneut über einen Belästigungsfall informieren», heisst es in einem Elternbrief der Gemeindeschulen Bettingen/Riehen, der am Mittwoch verschickt wurde. Wie aus dem Schreiben hervorgeht, wurde am Montag am frühen Nachmittag eine Schülerin bei der Verzweigung Pfaffenloh/Äussere Baselstrasse von einem Mann angesprochen, der sie gebeten haben soll, ihm zu folgen.

Der Unbekannte habe einen dunklen Teint gehabt und wurde laut der Schülerin von einem mittelgrossen Hund begleitet, der einen Maulkorb trug. «Die Schülerin reagierte sehr gut, fuhr mit dem Trottinett weg und ging zur Schule, wo sie die Lehrerin informierte», heisst es im Elternbrief weiter. Zwischenzeitlich habe die Polizei ihre Patrouillentätigkeiten rund um die Schulhäuser intensiviert, zudem sei auch die Jugendpolizei in Zivil unterwegs.

Der Elternbrief wurde, kaum erreichte er die Briefkästen, auch schon in mehreren Facebook-Gruppen geteilt, wo er rege kommentiert und weiterverbreitet wird. Da erntet vor allem auch die Reaktion der Schülerin Lob, die alles richtig gemacht habe.

Schule kommuniziert jeden Fall

«Das ist die gute Nachricht», sagt Stefan Camenisch, Leiter der Abteilung Bildung und Familie der Gemeinde Riehen. Die Kinder verhalten sich in solchen Fällen eigentlich immer richtig. «Das zeigt auch, dass die Prophylaxe und Aufklärungsarbeit von Polizei und Lehrpersonen funktioniert.»

Dass in solchen Fällen ein Elternbrief verschickt wird, ist in Riehen seit Jahren Usus. «Immer in Absprache mit der Polizei», betont Camenisch. Und immer erst nachdem der Vorfall von Eltern zur Anzeige gebracht worden sei. Die Kantonspolizei bestätigte auf Anfrage, dass die Gemeinde Riehen in dieser Sache an sie herangetreten sei. Besonders häufig kommt das aber nicht vor. Im Schnitt werde einmal pro Jahr ein solches Vorkommnis berichtet. Dass nun aber erst vor zwei Wochen ein Fall gemeldet wurde, ist daher aussergewöhnlich. Damals soll ein Unbekannter versucht haben, ein Kind in sein Auto zu locken.

Rettungsinseln auf dem Schulweg

Ein Ratgeber der Polizei zur Schulwegsicherheit hat praktische Tipps für Eltern, die sie ihrem Kind auf den Weg geben können. So ist es wichtig, dass das Kind immer der vereinbarte Schulweg geht und möglichst pünktlich zuhause oder in der Schule ist. Kinder müssen auch lernen nein zu sagen. Ohne das Kind zu ängstigen, solle man immer wieder vermitteln, dass es weder mit Fremden mitgehen noch in ihre Autos steigen darf. Ebenfalls ist es ratsam, mit dem Kind gemeinsam auf dem Schulweg Rettungsinseln zu identifizieren. Das kann ein Laden oder eine belebte Strasse sein oder auch ein Haus, wo es im Notfall klingeln kann.

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