Amok: Schulen bereiten sich vor
Aktualisiert

AmokSchulen bereiten sich vor

Das Thema Amoklauf beschäftigt auch die Zürcher Schulen. Stadt und Kanton arbeiten bereits an diversen Präventionsmassnahmen

Der 22-jährige Matti Juhani S. stürmte am Dienstag in seine Schule in Finnland und tötete zehn Menschen und richtete sich anschlies-send selbst. Seine Tat hatte er vorher angekündigt. Um in solchen Fällen richtig zu reagieren, bringt der Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerverband nächstes Jahr ein Krisenhandbuch für Schulen heraus und bietet entsprechende Kurse an. «Amokdrohungen sollte man unbedingt ernst nehmen und Lehrer oder Sozialarbeiter informieren», rät Zentralpräsident Beat Zemp und fügt hinzu: «Indem wir Eltern und Schüler sensibilisieren, können wir Amokläufe am ehesten verhindern.» Die Schule dürfe gewalttätiges Verhalten nicht dulden und müsse bereits bei Kindern Gewaltprävention betreiben.

Mit dem Thema Amokgefahr beschäftigt sich der Kanton Zürich seit vier Jahren. Er hat für Berufs- und Mittelschulen ein Sicherheitshandbuch herausgegeben. Zudem werden Schulungen und Info-Veranstaltungen für die Schulleitungen durchgeführt. Auch die Stadt Zürich setzt sich seit über einem Jahr mit dem Thema auseinander. «Die Einsatzpläne bei Gewalttaten werden laufend den neusten Erkenntnissen angepasst», sagte Roland Zurkirchen, Leiter der Fachstelle für Gewaltprävention des Schul- und Sportdepartements der Stadt Zürich, gegenüber Tages-Anzeiger.ch. Dabei stütze man sich auf die Arbeit des versierten deutschen Amokforschers Jens Hoffmann.

(rry)

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