Schulen müssen sparen – Skilift-Betreiber spüren es
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Schulen müssen sparen – Skilift-Betreiber spüren es

Immer weniger Schulgemeinden können sich noch einen Skitag leisten. Die Leidtragenden sind die kleinen Zürcher Skilifte, denen es deswegen an Kundschaft mangelt.

Endlich liegt im Zürcher Oberland so viel Schnee, dass auch die kleinsten Skilifte in Betrieb gesetzt werden konnten. Trotz idealer Bedingungen verirren sich aber nur wenige Wintersportler in die Tösstaler Skiorte Bauma, Wald und Fischenthal.

Katharina Schoch vom Skilift Oberholz-Farner in Wald: «Wir haben nur jeden zweiten Bügel besetzt.» Ähnlich klingts auch im Nachbarort: «Immer weniger Schulklassen können sich noch einen solchen Ausflug leisten», sagt Ernst Schoch, Betriebsleiter des Skilifts Fischenthal.

Die Lehrer machen das knappe Budget und mangelndes Interesse vieler Schüler dafür verantwortlich. «Ausflüge können wir uns nur noch in Verbindung mit dem Schulstoff erlauben», bedauert der Turbenthaler Primarlehrer Markus Küng. In Rikon wird dennoch versucht, an der Skitag-Traditon festzuhalten: «Ich finde es wichtig, dass die lokalen Skilifte unterstützt werden», so Sekundarlehrer Peter Diethelm, der mit seiner Klasse gestern vor Ort war. «Leider möchten viele Kids lieber Schlitteln statt Skifahren.»

In Fischenthal will man jetzt mit eigenen Flyern für die Pisten werben. Für Schüler kostet die Tageskarte 15 Franken – Lehrer fahren gratis.

Romina Lenzlinger

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