Unterwegs in Schweden: Schulklasse muss nach Abschlussreise in Quarantäne
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Unterwegs in SchwedenSchulklasse muss nach Abschlussreise in Quarantäne

Berner Steiner-Schüler feiern ihren Schulschluss derzeit in Schweden, das vom Bundesrat als Risikoland eingestuft wurde. Nach der Rückkehr müssen sie dich darum zehn Tage in Quarantäne begeben.

von
Denise Brechbühl
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Schüler der Berner Rudolf-Steiner-Schule sind derzeit auf Klassenreise in Schweden.

Schüler der Berner Rudolf-Steiner-Schule sind derzeit auf Klassenreise in Schweden.

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Die Klasse der Mittelstufe feiert dort den Abschluss.

Die Klasse der Mittelstufe feiert dort den Abschluss.

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Doch Schweden gilt als Risikoland. Wer sich dort aufhält muss sich bei der Einreise in die Schweiz für zehn Tage isolieren.

Doch Schweden gilt als Risikoland. Wer sich dort aufhält muss sich bei der Einreise in die Schweiz für zehn Tage isolieren.

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Darum gehts

  • Eine Abschlussklasse der Berner Steiner-Schule ist derzeit in Schweden.
  • Das BAG hat Schweden als Risikoland eingestuft.
  • Nach der Abschlussreise müssen sie bei ihrer Einreise für zehn Tage in Quarantäne.

Im Moment paddeln 18 Schüler und Schülerinnen der Berner Steinerschule durch schwedische Seen und feiern dort den Abschluss an der Mittelschule. In einer Woche kehrt die Abschlussklasse zurück – und muss sich dann zehn Tage lang isolieren. Der Bundesrat hat Schweden letzte Woche als Risikoland eingestuft. Personen, die sich in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in diesem Land aufgehalten haben, müssen auf Anordnung des Bundes in die Quarantäne. Wer dagegen verstösst, macht sich strafbar. Doch für die Schule kommt dies nicht ganz unerwartet.

Mit diesem Szenario hat sich die Steiner-Schule schon vor der Schwedenreise befasst, wie die Zeitung «Der Bund» schreibt. «Alle sagten, dass sie das schlimmstenfalls in Kauf nähmen», so Bruno Vanoni, Co-Vorsitzender des Vorstands der Rudolf-Steiner-Schule Bern-Ittigen-Langnau. Die Schule sprach sich auch mit der schwedischen Botschaft aus. Man ist zum Schluss gekommen, dass die Reise unter Einhaltung der Schutzregeln verantwortbar sei, so Vanoni. Die Schüler verbringen ihre Ferien demnach auch auf abgelegenen Zeltplätzen und sind in menschenleeren Gegenden unterwegs.

Andere Schulen müssen auf Reise verzichten

Im Gegensatz zu den Steiner-Schülern mussten viele andere Berner Schulen auf ihre Abschlussreise verzichten. «Auswärtige Übernachtungen sind aktuell Untersagt», sagt eine Sprecherin der bernischen Bildungsdirektion gegenüber der Zeitung. Da die Steiner-Schule jedoch eine Privatschule ist, sei sie nicht an diese Regel gebunden und trage die Verantwortung selbst.

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