Aktualisiert 10.04.2014 16:39

Schüler protestierenSchulmaskottchen von Hochbauamt verbannt

Der weisse Schäferhund Eysen ist der Liebling der Schüler am Bildungszentrum Muttenz. Jetzt muss der Abwartshund weg. Das wollen die Schüler nicht hinnehmen.

von
lha

«Ich vermisse euch, die ganzen Leckerlis und eure Hände, die durch mein Fell streichen, jetzt schon», lässt Eysen über sein Herrchen auf einem Aushang ausrichten. Eysen ist das Schulmaskottchen des Bildungszentrum Muttenz. Ein dreijähriger Schweizer Weisser Schäferhund, der nun ins Exil «zu Omi und Opi» nach Oberwil muss. Das Hochbauamt hat nämlich die Verbannung des Abwartshundes aus der Schule verfügt.

Dem Entscheid folgte ein Sturm der Entrüstung. Fachmaturandin Melinda Karpati setzte ein Protestschreiben auf, das sie zum Unterzeichnen auflegte. Innert einer Woche kamen 414 Unterschriften zusammen. «Das ist eine Riesenzahl», freut sich Karpati. Wie die meisten am BZM hat sie das Schulmaskottchen in den vergangenen zwei Jahren, in denen sie in Muttenz zur Schule ging, sehr lieb gewonnen. «Niemand versteht den Entscheid. Es ist einfach ungerecht.»

Amt will Entscheid prüfen

Offenbar war es aber zu Klagen gekommen, weil Eysen unangeleint auf dem Schulgelande umherlief. Vorfälle – etwa dass der Hund aggressiv geworden wäre oder gar zugebissen hätte – gab es allerdings keine. Dennoch sollen die Klagen für den Entscheid ausschlaggebend gewesen sein, wie Dieter Leutwyler, Sprecher der zuständigen Bau- und Umweltschutzdirektion, auf Anfrage bestätigt. Er weiss aber auch um den Unmut, den dieser Entscheid ausgelöst hat. «Wir werden uns mit der Petition auseinandersetzen und nochmal alles überprüfen», sagt er.

Für den Hund wäre der Verbleib an der Schule, wo er zusammen mit den Hauskatzen des Abwarts aufgewachsen ist, wohl das beste. Schliesslich ist es sein Zuhause. «Hoffentlich bringt es etwas, auch wenn ich kaum daran glaube», sagt Karpati.

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