Aktualisiert 20.06.2008 10:29

HACKER IM PECHSchulnoten gefälscht: Teenager drohen 38 Jahre Haft

Was tat Omar Khan nicht alles für gute Noten: Einbruch, Computerbetrug, Verschwörung, Identitätsdiebstahl – die Liste der Anschuldigungen gegen den 18-jährigen Hacker ist jedenfalls ellenlang. Nun drohen ihm und seinem Komplizen drastische Haftstrafen.

Die Liste der Staatsanwaltschaft mit den Anschuldigungen ist lang: Einbruch, Computerbetrug, Verschwörung, Stehlen und Verändern von Behördendokumenten, Identitätsdiebstahl - alles in mehrfacher Ausführung. Insgesamt 69 Straftaten werden dem 18-jährigen Omar Khan zur Last gelegt, berichtet die «Los Angeles Times». Und so lang wie die Beschuldigungen, so peinlich ist der Fall für die gehobene High School in Los Angeles: Zusammen mit seinem ebenfalls 18-jährigen Komplizen, Tanvir Singh, hat sich Khan in den Schulcomputer der Tesoro High School in Orange County gehackt und die Noten verbessert. Den beiden drohen drastische Haftstrafen.

Die beiden kalifornischen Computercracks hatten sich laut Anklage zunächst die Kennwörter von Lehrern beschafft und sich damit die Hauptpasswörter des Schulservers erschlichen. Dort installierten sie sogar eine Software für den Fernzugriff auf den Rechner.

Haben auch die anderen Schüler profitiert?

Zwischen Januar und Mai hat Khan dann laut der Staatsanwaltschaft von Los Angeles 34 Mal auf den Server zugegriffen. Und diverse Einträge verändert: Beispielsweise habe er mehrere Male schlechte Schulnoten per Mausklick verbessert und sich Prüfungsantworten besorgt.

Diese Dienste habe er auch diversen Mitschülern zugute kommen lassen, glauben die Strafverfolgungsbehörden. Die Angaben von 12 weiteren Studenten hat der 18-Jährige laut Anklage verändert - meist am Wochenende, bequem vom heimischen Computer aus.

Zur Schule gehen werde die beiden vermutlich für längere Zeit nicht mehr: Durch die äusserst strengen Gesetze bei Straftaten im Cyberspace drohen Omar Khan, falls er in allen Punkten schuldig gesprochen wird, nicht weniger als 38 Jahre Haft. Und Tanvir Singh könnte für drei Jahre ins Gefängnis wandern.

(ast)

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